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Hausen feiert EM-Starter

Die 17-jährigen Moritz Helm, Florian Fischer und Jason Grenzer sorgten bei der Berglauf-Europameisterschaft in Hausen für Rhöner Lokalkolorit. Für vordere Platzierungen reichte es für die Läufer vom TSV Ostheim nicht.

Für sein Ziel hatte das Trio in den zurückliegenden vier Monaten fast täglich trainiert. Unter anderem auch auf dem Kurs der 4. WMRA International Youth Challenge, so der offizielle Titel der Veranstaltung, der einen Großteil des Feldes an seiner steilsten Stelle schon in der ersten Runde zum Gehen zwang.

„In der Mannschaft können sie mit einer geschlossenen Teamleistung vielleicht unter die ersten Fünf kommen. Und im Einzel in die Top Ten. Aber um zu gewinnen müssen sie sicherlich über sich hinauswachsen“, prophezeite der 2005er-Europameister Manuel Stöckert seinen drei jungen Vereinskameraden vor Rennbeginn.

Nur bedingt zufrieden

Am Ende sprangen für die Rhöner Lokalmatadoren als Solisten die Plätze 16 (Helm), 25 (Fischer) und 27 (Grenzer) sowie die Ränge acht bzw. zehn mit der Mannschaft heraus, was sie allenfalls bedingt zufrieden stimmte. „Obwohl ich eigentlich ein gutes Rennen gelaufen bin. Nur die Platzierung ist ein bisschen demotivierend“, berichtet Moritz Helm, der sich mit seinen Teamkameraden schon im Vorfeld darüber im Klaren war, „dass einen diese Strecke sehr schnell kaputt machen kann. Deshalb sollte man es auch nicht zu schnell angehen.“

Umso mehr ärgerte sich Jason Grenzer hernach darüber, „dass ich mich jetzt so fühle als ob ich schlecht gelaufen wäre“. Florian Fischer tat derweil nach dem Zieleinlauf kund, „dass ich ab der dritten Runde Seitenstechen hatte. Und dann wünscht du dir oft, dass du jetzt gehen kannst. Aber irgendwie beißt man dann doch auf die Zähne und läuft weiter.“

Da auch die übrigen deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht in den Kampf um die ersten Plätze eingreifen konnten, standen andere Nationen auf dem Siegerpodest. Für Bundestrainer Wolfgang Münzel allerdings kein allzu großes Problem: „Weil wir nicht bergab trainieren. Die Spezialisten gehen hier dagegen 100 Prozent Risiko, schmeißen sich dabei auch einmal und laufen dann nach einem kurzen Schütteln sofort weiter“, was einem pro Runde circa 15 bis 20 Sekunden bringt.

„Bergauf sind wir gut mitgelaufen. Und wenn es eine reine Bergauf-Meisterschaft gewesen wäre, dann hätten wir meines Erachtens bei der männlichen Jugend auch eine gute Chance gehabt, mit der Mannschaft unter die ersten Drei zu kommen“, so Münzel, für den einige seiner Schützlinge „die Sache vielleicht etwas zu schnell angegangen“ waren. „Aber jeder hat sein Bestes gegeben“, was für ihn das Entscheidende sei.

Den Berglauf bezeichnete Münzel „mit seiner Dramatik und dem Kampf“ noch als „Formel 1 des Laufsports“, wo Hausen „vorne ein sensationelles Niveau“ gesehen habe. Folglich bräuchte sich auch niemand zu grämen, wenn er nicht mit den Schnellsten ins Ziel gekommen sei – oder um die Diktion von Streckensprecher Georg Martin zu wählen: „Wir haben einen großen Wettkampf mit großen Athleten gesehen.“

Von Günther Fink

Simona Greier am 28. Juni 2009

 

3 Kommentare »

  1. Hey Jungs, die Kommentare klingen alle so geknickt!? Das war ne EM und nicht irgendsoein Kindergeburtstagslauf! Ihr ward dabei, habt klasse gekämpft und das Beste gegeben. Also – Glückwunsch von meiner Seite und von allen Zuschauern die Euch begeistert angefeuert haben! Die Läufer aus dem Rhön-Grabfeld-Kreis sind stolz auf Euch!

    by Dietmar — 29. Juni 2009 @ 18:52

  2. Das war absolut Bombe!!
    6 Läufer für Deutschland..3 davon vom LLZ !!!
    Die Zuschauer an der Strecke (vor allen am Berg) waren beeindruckt von eurer Leistung.
    Respekt

    by Andre — 30. Juni 2009 @ 11:27

  3. hey jungs, wie meine vorredner schon gesagt haben – das war eine em, da nehmen ohnehin nur die besten teil. also im mittelfeld der besten seid ihr immer noch verdammt weit vorne :)

    by Julius Helm — 30. Juni 2009 @ 21:01