» 2010 » September

René Stöckert schnellster Deutscher

Am vergangenen Wochenende fanden in Kamnik in Slowenien die 26. Weltmeisterschaften im Berglaufstatt. Mit dabei Ostheims Berglaufspezialist René Stöckert, der in diesem Jahr in die Männerklasse aufgestiegen ist. Zwölf Kilometer mit insgesamt rund 1300 Höhenmeter und Teilstücken mit etwa 33 Prozent Steigung galt es für den jungen Athleten dabei zu bewältigen. „Wenn du unter die besten 50 kommst, kannst du sehr zufrieden mit dir sein“, so sein Heimtrainer Eberhard Helm vorab, der ihn die letzten drei Wochen noch einmal intensiv auf die Meisterschaften vorbereitet hatte. Vor knapp einem Monat war Stöckert bereits mit mehreren Teamkollegen aus dem Nationalkader im Höhentrainingslager, um für die anstehende Weltmeisterschaft noch einmal erfolgreiche Trainingseinheiten absolvieren zu können. Danach standen zuhause noch einige Einheiten an den heimischen Bergen an, so dass der junge Ostheimer gut vorbereitet nach Slowenien aufbrechen konnte.

Bis auf wenige Ausnahmen war alles, was Rang und Namen im Berglauf hatte, bei den Weltmeisterschaften vertreten.

Die ersten 1,5 Kilometer, die gemeinsam mit dem letzten Kilometer die wenigsten Höhenmeter aufwiesen, wurden besonders von den afrikanischen Läufern mit einem enormen Tempo begonnen, so dass Stöckert sich zunächst im hinteren Teil der Feldes aufhielt. Bis Kilometer fünf lag er dann auf Platz 92 und war von diesem Zeitpunkt an auf der Überholspur. „Zwischendurch denkt man dann schon einmal, warum tust du dir das eigentlich an. Aber genau das macht Berglaufen für mich aus, weil man auch einfach im Kopf stark sein muss.“ Am Ende kämpfte sich Stöckert schließlich bis auf Rang 44 vor und war damit nicht nur bester Deutscher, sondern auch einer der besten seines Jahrgangs. Gleichzeitig schlug er mit seiner Zeit den Bronzemedaillengewinner der Long Distance-WM Rickey Gates aus den USA und zudem mehr als 100 andere internationale Bergspezialisten. Die Favoriten um Europameister Ahmet Arslan (Türkei) und Bergauf-Weltmeister Jonathan Wyatt (Neuseeland) mussten sich hinter den übermächtigen Afrikanern auf den Plätzen sieben und acht einordnen und erklärten im Nachhinein die Strecke als die schwerste seit zwölf Jahren.(Bergauf-Bergab-WM wechseln sich im Zwei-Jahresrhythmus mit reinen Bergauf-WMs ab)

Der junge Ostheimer selbst war mit seiner Leistung sehr zufrieden und führte nebenbei sein Team auf den elften Platz. Auch Berglauf-Chef Wolfgang Münzel war durchaus zufrieden mit dem Abschneiden von René Stöckert

Simona Greier am 6. September 2010

 

Ostheim-Teams siegreich in Fulda

Der Fuldaer Halbmarathon, der jedes Jahr auf den ersten Sonntag im September fällt, ist seit jeher fest in den Terminkalender der Ostheimer Läufertruppe eingeplant. Beim legendären Teamhalbmarathon können die schnellen Ostheimer einmal mehr unter Beweis stellen, welch leistungsstarke Truppe die kleine Stadt in der Rhön zu bieten hat. Bis zu fünfzehn Läuferinnen und Läufer bilden ein Team, wobei mindestens zehn gleichzeitig das Ziel im Stadion Johannisbau erreichen müssen. Seit fünf Jahren sind die Rhöner ungeschlagen und auch in diesem Jahr sollten die Roten am Ende die Nase vorne haben. Aber bereits die Vorbereitungen bezüglich der Mannschaftsaufstellung stellten sich als äußerst schwierig heraus. Zahlreiche verletzungsbedingte Ausfälle und internationale Einsätze brachten die Planungen so sehr durcheinander, dass bis kurz vor dem Wettkampftag hinter dem Abonnementsiegern ein großes Fragezeichen stand.

Mit elf Mann galt es dann schließlich den Konkurrenten aus Fulda zu trotzen, die Tage zuvor in den heimischen Pressen ankündigten, in diesem Jahr eine Mannschaft an die Startlinie zu stellen, die die Ostheimer vom Thron stoßen sollten. Diese wussten sich aber durch tolles gemeinschaftliches Laufen und gegenseitiges Motivieren zu helfen und konnten schließlich den Sieg in 1:26:55 Stunden erreichen, während sich die Tri-Force-Fulda mit Platz zwei begnügen musste.

Auch ein Damenteam aus Ostheim, dass durch einige flotte Läuferinnen aus dem Rhön-Grabfeld ergänzt wurde, stand nach letztjähriger Abstinenz mit dem Fokus auf das oberste Podest am Start. Teamleaderin Simona Greier hatte bis zur Wettkampfwoche vierzehn Damen formiert, die die 21 Kilometer gemeinsam bewältigen wollten. Aber auch dieses Team schrumpfte bis zum Wettkampftag auf nun mehr elf Läuferinnen.

Dennoch ließ sich die Mannschaft nicht einschüchtern, übernahm bereits nach einem Kilometer die Führung und gab diese bis zum Schluss auch nicht mehr her. Über sechs Minuten Vorsprung vor dem nächsten Damenteam standen am Ende für die Ostheimerinnen zu Buche, die sich nicht nur im Ziel feiern ließen, sondern bereits von zahlreichen Zuschauern in der Innenstadt, die das Spektakel begeistert verfolgten.

Zwischenzeitlich begleitet wurde das Frauenteam von ihren Mannschaftskollegen aus Ostheim, die noch eine zweite Mannschaft ins Rennen geschickt hatten. Diese beendeten das Rennen nach 1:54 Stunden.

Nicht nur der Teamwettbewerb bekam an diesem Sonntag den Stempel der schnellen Ostheimer aufgedrückt. Der Triathlet Sascha Wingenfeld, der seit einigen Jahren für den TSV an den Start geht, aber in Gersfeld lebt, startete in der Einzelkonkurrenz und konnte diese in 1:13:10 Stunden für sich entscheiden.

Die Teams bildeten:

TSV Ostheim Männer 1: Manuel Stöckert, Tobias Heining, Tobias May, Markus Unsleber, Tobias Schellenberger, Moritz Helm, Jason Grenzer, Florian Fischer, Malik Metz, Sven Perleth und Jochen Rüttiger.

TSV Ostheim Männer 2: Thomas Lamm, Thomas Schmidt, Thomas Haueisen, Winfried Perleth, Pascal Stöckert, Erich Schmidt, Roland Winklharrer, Hubert Seifert, Alexander Hey, Harald Nix und Guido Stapf.

TSV Ostheim Damen: Yvonne Ewald, Ellen Stockheimer, Simona Greier, Nadine Richter, Victoria Trost, Katharina Topitsch, Tanja Dietrich, Susanne Hölderle, Heidi Patermann, Carolin Lehrieder und Christiane Schäfer

Video zur Veranstaltung

Simona Greier am 5. September 2010

 

René Stöckert bei Berglauf-WM im Einsatz

[...] Bei den Männern (12 km/1.295 m Höhendifferenz) führt der DM-Dritte René Stöckert (TSV Ostheim) das fünfköpfige Team an, für das zudem Korbinian Schönberger( LLC Marathon Regensburg), Matthias Hecktor (TuS 06 Heltersberg), Thomas Göpfert (TSG Ehingen) und Josef Beha (FC Unterkirnach) nominiert wurden. (Quelle: Leichtathletik.de)

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Simona Greier am 3. September 2010