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Dorfrunden kommen ins Laufen

Internet-Seite für Gesundheitsprojekt steht – Sportvereine im ganzen Kreis kontaktiert

Ostheim hat eine, Mittelstreu, Waltershausen, und die von Bahra ist gar musterhaft: Die Dorfrunden unter anderem dieser Gemeinden sind die Vorreiter eines Gesundheitsprojekts im Landkreis, das immer mehr mit Leben gefüllt wird.

Wie bereits mehrfach berichtet, hatte ein Team um den Ostheimer Allgemeinarzt und Präventions-Aktivisten Eberhard Helm im Sommer bei einem internationalen Wettbewerb gewonnen, der besonders innovative Projekte um das Thema Herzgesundheit auszeichnete. 50 000 Euro aus einem Eine-Million-Topf des Pharmakonzerns Boehringer-Ingelheim stehen nun für das Projekt „Dorfrunden“ im Landkreis zur Verfügung.

Ein Teil der Gelder ist mittlerweile in eine professionell gestaltete Internet-Präsenz geflossen, die sich in einem Vorab-Stadium befindet. Die Seite informiert über die Grundidee der Dorfrunde, nämlich ortsnahe und unkomplizierte Spazierwege vorwiegend für Senioren anzubieten, um ihnen auf diese Weise eine attraktive Möglichkeit der leichten, aber regelmäßigen sportlichen Betätigung anzubieten.

Neun solcher Dorfrunden von etwa zwei bis drei Kilometer Länge stellt der Internetauftritt bereits vor. Mittlerweile hat Klaus Greier, stellvertretender Kreisvorsitzender des Bayerischen Landessportverbandes, ein Schreiben an alle Sportvereine des Landkreises weitergeleitet. Jan Gensler, stellvertretender Vorsitzender des Leichtathletik-Leistungszentrums (LLZ) Rhön-Grabfeld und mit Eberhard Helm treibende Kraft hinter den Dorfrunden, bittet darin um Mitarbeit bei der Ausarbeitung der Routen.

Die Runden sollten maximal drei Kilometer lang sein, an schönen Flecken des Ortes vorbeiführen und zum Beispiel eine Ruhemöglichkeit bieten. Die Dorfrunden-Homepage gibt auch genaue Hinweise, wie solche Dorfrunden auf einfache Weise digitalisiert werden können. Das geht über eine weitere Internetseite, die über Google-Earth-Daten verfügt, relativ problemlos. Ansonsten sind die Mitarbeiter des Projektes bei der Digitalisierung behilflich. Alle Dorfrunden des Landkreises sollen über die Internetseite abrufbar sein. „Wir sind sozusagen auf die Hilfe der ‘Pfadfinder’ vor Ort angewiesen“, so Jan Gensler. Er betont, dass im nächsten Jahr auch ein Flyer für den gesamten Landkreis sowie Flyer mit Dorfrunden geplant sind, zumal nicht jeder Senior internetaffin ist. Diese Flyer könnten dann zum Beispiel in Banken und Geschäften ausliegen. Im Frühjahr, so der Zeitplan, soll das Dorfrunden-Projekt zum Saisonstart noch einmal zentral vorgestellt werden.

Ein knappes Dutzend solcher Runden ist auf der Internetseite schon versammelt. Als Musterrunde gilt hinsichtlich des Streckenprofils die Dorfrunde von Bahra. Aber auch Ostheim, Hendungen, Mittelstreu, Waltershausen, Wollbach oder Schmalwasser sind schon auf der Homepage vertreten.

Bis Ende des Jahres sollen nun die Sportvereine ihre Routenvorschläge an Jan Gensler vom LLZ zurücksenden, damit das Projekt weiter bearbeitet werden kann. In einem weiteren Schritt sollen die einzelnen Dorfrunden nämlich auch mit Infotafeln versehen und im nächsten Jahr rechtzeitig freigegeben werden.

Mehr Informationen über das Dorfrunden-Projekt und Möglichkeiten für Sportvereine zur Mitarbeit unter www.beta.dorfrunde.de


Keinen Bogen machen um Bewegung: Mit dem Dorfrunden-Projekt sollen vor allem Senioren im Landkreis Rhön-Grabfeld zu einer leichten sportlichen Betätigung animiert werden, wie auf unserem Archivbild an der Streu bei Ostheim.


Im Netz: Das Dorfrunden-Projekt für den Landkreis Rhön-Grabfeld nimmt Formen an: Eine Vorab-Version der Internet-Seite steht bereits. Sie zeigt für einige Gemeinden wie hier in Bahra bereits Dorfrunden, die vor allem ältere Mitbürger zur leichten sportlichen Betätigung animieren soll.

Gerhard FischerArtikel der Mainpost vom 8. Dezember 2011

Jan Gensler am 7. Dezember 2011

 

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