» 2011 » Oktober

Spendenlauf am 26. November beim Ostheimer Weihnachtsmarkt

Am Samstag, 26. November findet im Rahmen des Ostheimer Weihnachtsmarktes ein Spendenlauf für notleidende Menschen in Somalia statt. Es geht darum, ausgewiesene Strecken (2,5 und 5km) zu absolvieren und dabei eine möglichst hohe Spendensumme zu erlaufen.

Bitte informiert euch zu dieser Aktion über diese pdf-Datei:

Einladung zum Spendenlauf am 26. November

Auf eine rege Beteiligung!

Jan Gensler am 30. Oktober 2011

 

Läufergemeinde trauert um Jason Grenzer

Der 22. Oktober 2011 sollte ein weiterer der vielen glücklichen Tage von Jason Grenzer werden. Seine Autofahrt endete durch einen tragischen Unfall tödlich.

Die Läufergemeinde verliert mit der 19-jährigen Frohnatur einen von allen Seiten geschätzten Teamkollegen und guten Freund.

Die Beisetzung findet am Donnerstag, 27. Oktober um 14.30 Uhr in der Evangelischen Kirche in Ostheim/ Rhön statt.

Ein Nachruf mit vielen wertvollen Erinnerungen wird in Kürze eingestellt.

Jason, wir vermissen dich!

Jan Gensler am 24. Oktober 2011

 

Bericht Hollstadt RGC

„Es tut mir leid, dass wir hier zum Münchener Halbmarathon eine Gegenveranstaltung haben, aber sie werden es sicher verschmerzen“, scherzte Hauptinitiator Dietmar Werner beim Herbstlauf seines TSV Hollstadt. Zwar waren diesmal mit knapp 260 deutlich weniger Sportler am Start, doch seitens der Organisatoren war man dennoch zufrieden, da auch das Wetter mitspielte und gute äußere Bedingungen bot.

„Was kann man Schöneres machen als an einem so herrlichen Sonntagmorgen zu laufen oder walken“, sagte Werner, der auch als Stadionsprecher fungierte, vor dem ersten Startschuss, als er die Hauptläufer und Walker auf die zehn Kilometer lange Strecke schickte. Dabei mussten schon nach wenigen Minuten knackige Steigungen erklommen werden. Auf dem Stationsberg beispielsweise war es zudem noch empfindlich kalt. „Meine Augen haben richtig getränt, so eisig war es dort oben“, meinte die Unslebenerin Ellen Stockheimer (W 20, TSV Ostheim), was sie aber an ihrem späteren, unangefochtenen Sieg nicht hinderte. Mit einem respektablen Vorsprung gewann sie vor der Mellrichstädter Triathletin Daniela Mültner, zu dritt überquerten danach Daniela Schneyer, Manuela Greier (beide TSV Hollstadt) und Monika Brand aus Arnshausen den Zielstrich.

In Abwesenheit des Ostheimer Vierergespanns – Manuel und René Stöckert, Wolfgang Müller und Sven Perleth liefen in München – hielt dennoch ein Athlet aus der Rhöner Läufer-Hochburg die Fahnen für seinen Verein hoch. Florian Johannes (M 20) bewältigte die Hauptlaufstrecke als Schnellster in guten 37:45 Minuten vor Holger Trump (M 35) aus Frankenheim und Matthias Geis (M 20, DJK Salz). Besonders dicht lagen die Läufer in den Altersklassen M 40 und M 50 beieinander, hier betrugen die Zeitabstände oft nur wenige Sekunden. In diesen Jahrgängen sind auch traditionell die meisten Starter zu finden.

Außergewöhnlich viele Teilnehmer, die sonst eher auf den langen Strecken zu finden sind, waren diesmal im Hobbylauf unterwegs. So kamen die beiden schnellen Brendlorenzerinnen Susanne Hölderle und Heidi Patermann teilweise schon vor den besten Jugendlichen im Ziel an. In der B-Jugendwertung hatte Pascal Stöckert vom TSV Ostheim die Nase weit vorn, bei den gleichaltrigen Mädchen siegte Eva Brand aus Arnshausen. In der A-Jugend hießen die Sieger Achim Staude (TSV Bischofsheim) und Katharina Topitsch aus Ostheim. Schnellster Hobbyläufer war Florian Neumann aus Bischofsheim, der sich knapp vor dem Hollstädter Christian Menninger durchsetzte.

Auch wenn bei den Schülerinnen und Schülern die Gesamtsieger in einigen Altersklassen schon feststehen, gab es noch jede Menge Zweikämpfe um Plätze und Punkte auf der Zielgeraden. Maja Betz aus Nordheim durfte sich diesmal über den Sieg über Dauerkonkurrentin Aurelia Waßmuth vom PSV Meiningen freuen. Lokalmatador Stefan Köberlein fügte seiner Top-Statistik noch einen weiteren Erfolg hinzu: In zehn Rennen stand er zehn Mal auf dem obersten Podest. Offen ist dagegen noch der Sieg in der Altersklasse W 9, hier streiten sich Anne Trump aus Frankenheim und Felicia Büttner, die für Ostheim an den Start geht, um den begehrten Pokal. Auch im Erwachsenenbereich muss die Entscheidung über den Gesamtsieg in manchen Altersklassen noch bis zum letzten Rennen vertagt werden.

Dem TSV Hollstadt wurde viel Lob für den Ablauf bescheinigt, die Läufer erfreuten sich außerdem des schönen Panoramas in der herbstlichen Natur. „Wenn der Herbstlauf in Hollstadt ansteht, bekommen wir immer gutes Wetter“, begründete Dietmar Werner den guten Draht zum Wettergott.

Bericht: Michaela Greier

Simona Greier am 12. Oktober 2011

 

Ostheimer in der bayerischen Bestenliste

Mit gemischten Gefühlen traten am Sonntag drei junge Ostheimer Läufer die Heimreise vom Münchner Marathon an.
Manuel Stöckert, Sven Perleth und Wolfgang Müller wollten über die Halbmarathondistanz zum Ende des Jahres noch einmal gute Zeiten aufstellen, um sich in den diesjährigen Bestenlisten zu verewigen.
Manuel Stöckert, der in diesem Jahr in Würzburg schon sehr gute 1:07 Stunden vorgelegt hatte, wollte auch in München seine aktuelle Topform demonstrieren und noch einmal deutlich unter dieser Zeit bleiben. Allerdings wollte der Körper nicht ganz wie der Kopf und nach knapp der Hälfte der Strecke musste Stöckert von der Spitzengruppe abreisen lassen. Trotz der ansteigenden Frustration während den letzten Kilometern lief er noch in guten 1:11:26 Stunden als Gesamtachter über die Ziellinie, um eine Mannschaftswertung möglich zu machen. Dass so ein Wettkampf nicht immer nach Wunsch verläuft und ein schlechter Tag gute Trainingsleistungen nicht zwangsweise bestätigen muss, resümierte auch Trainer Eberhard Helm.
Besser erging es Teamkollege Sven Perleth. Der Fitnessökonomiestudent aus Bastheim, der während des Jahres im Worms trainiert, konnte sich durch gleichmäßige Renneinteilung auf eine neue persönliche Bestleistung von 1:12:37 Stunden steigern. Möglich machte dies unter anderem auch der kurzfristige Einsatz als Zugpferd von Teamkollege René Stöckert, der Perleth bis Kilometer zehn begleitete. Mit dem 12. Platz im Männerfeld geht es für ihn nach langer Saison erst einmal in die verdiente Winterpause.
Zurück in alter Stärke ist auch der Dritte im Bunde, Wolfgang Müller. Nach langer Verletzungspause läuft es in diesem Jahr für den selbstständigen Fitness- und Gesundheitsunternehmer wieder rund. 1:13:59 Stunden bedeuteten am Ende den 15. Gesamtrang für ihn.
In Gesamtaddition reihen sich die Ostheimer mit 3:38:02 Stunden in der bayerischen Bestenliste mit nur drei Sekunden Rückstand hinter der LG Erlangen auf den vierten Platz ein.

Fotos:Eberhard Helm

Simona Greier am

 

Sportlerportrait: Manuela Greier

„Das war heute nicht so mein Tag, aber ich wollte halt unbedingt auf der Haus- und Hofstrecke unseres Vereins ein gutes Ergebnis abliefern“, so Manuela Greier vom TSV Hollstadt kurz nach Überqueren der Ziellinie. Zehn harte Kilometer Herbstlauf haben ihrem zarten Körper einiges abverlangt und sie fast zum Aufgeben gezwungen. „Gott sei Dank haben mich Daniela Schneyer und Monika zum Durchhalten animiert und sind fast die Hälfte des Rennens mit mir zusammen gelaufen. Das ist halt das Schöne am Rhön-Grabfeld-Cup – wir halten alle fest zusammen und unterstützen uns gegenseitig“, schwärmt die 41-jährige.

In diesem Jahr ist die Hollstädter Läuferin in nahezu allen Rennen in der Frauenwertung an vorderster Spitze mitgelaufen, hat zahlreiche Podestplätze erklommen und steht bereits als Gesamtsiegerin der W40 fest. Diese Leistungen hätte die zierliche Blondine vor vier Jahren selbst kaum für möglich gehalten, denn damals brach die Katastrophe über sie herein, sie erhielt nahezu aus heiterem Himmel die Diagnose – Darmkrebs. „Ich bekam die schreckliche Nachricht und musste wenig später den Kommunionunterricht für meine älteste Tochter und deren Klassenkameradinnen abhalten“, erinnert sich Manuela Greier heute. „Zunächst habe ich die Gedanken über die Folgen weit von mir geschoben, aber als mein Mann Klaus nach Hause kam, brachen alle Dämme“. Ausgerechnet sie, die sich immer gesund ernährt hatte, nicht rauchte und ihr Leben lang Sport betrieben hatte, sollte nun diese bösartige Krankheit in sich tragen?
Doch viel Zeit zum Hadern mit dem Schicksal blieb nicht, sie holte sich Rat bei verschiedenen Ärzten, unter anderem beim Kinderarzt ihrer Töchter. Der setzte alle Hebel in Bewegung und verschaffte ihr sofort einen Termin bei einem Professor in Bad Neustadt um die nächsten Behandlungsschritte in die Wege zu leiten. Nach der Operation, bei der der Tumor und ein Stück Darm entfernt wurden, musste sie Chemotherapie über sich ergehen lassen, insgesamt 12 in kurzen Abständen. „Ich hatte wahnsinnige Muskelschmerzen und Kribbeln am ganzen Körper, wurde über Sonden ernährt und habe immer gefroren. Auch für meine Familie war das eine ganz schreckliche Zeit“, berichtet die gelernte Bankkauffrau. „Am schlimmsten aber war für mich der künstliche Darmausgang, den ich drei Wochen lang tragen musste“. In den Zeiten der Chemopause riet ihr der behandelnde Arzt zu Bewegung, da man dadurch die aggressiven Medikamente besser vertrage und sich das Blutbild schneller stabilisiere. Dabei war Manuela Greier anfangs so schwach, dass sie nur am Arm ihres Mannes einen kleinen Spaziergang machen konnte. Doch bereits in der Reha kam sie wieder zu Kräften und wagte kleine Joggingrunden. „Ich war schon als Kind immer sportlich aktiv, habe von meinem Vater die Sportleidenschaft geerbt, das kam mir während und nach der Krankheit zugute“, glaubt die Kämpfernatur. „Doch ohne den Rückhalt meiner Familie, den Eltern und Geschwistern, aber auch den Freunden im Verein, hätte ich das alles nicht so gut verkraftet, sie waren alle eine wertvolle Stütze“.

Zwar gibt es immer wieder kleine Rückschläge, doch im Großen und Ganzen gehe es ihr sehr gut. Sie fühle sich wohl, esse fast alles auf was sie mal eben so Lust habe, auch mal eine „fette Bratwurst“. „Als geheilt möchte ich mich aber dennoch nicht bezeichnen, da mir der Darm immer wieder kleinere Probleme bereitet, aber damit kann ich leben“. Beruflich hat sie seit vielen Jahren umgesattelt und ist als Fitness-Trainerin voll ausgelastet, fast täglich hält sie Gesundheits- und auch Ernährungskurse in einem Sportstudio.

Über das Unverständnis von so manchem Mitmenschen ihrer Laufleidenschaft gegenüber kann das Temperamentsbündel nur schmunzeln: „Da steh ich drüber, ich weiß doch was mir gut tut und was nicht. Ich habe eine schwere Zeit durchgemacht, nun bin ich stolz auf meine erreichten Leistungen, das kann mir keiner nehmen“.
Als großes läuferisches Ziel steht noch ein Start bei einem Marathon auf dem Wunschzettel von Manuela Greier. „Schau’n wir mal, ob sich das in nächster Zeit realisieren lässt“, meint sie mit einem Augenzwinkern. Zuzutrauen wäre es ihr!

Michaela Greier

Jan Gensler am 11. Oktober 2011

 

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