» 2011 » Dezember

Läufe in den Heiligen Abend

Viele Läufer zieht es am Vormittag des 24. Dezember noch einmal hinaus in die frische Luft. Bevor der familiäre Part startet und man es sich drinnen gemütlich macht, kann man mit Bekannten noch ein Ründchen Bewegung vertragen.

So zum Beispiel in Ostheim, wo es seit vielen Jahren Tradition ist, durch die Fluren der Umgebung zu laufen.

…oder (wie hier am Bild) heuer das erste Mal in Mellrichstadt. Percy Grüterich und Jan Gensler hatten sich zusammen getan und eine lockere Verstaltung auf die Beine gestellt. 12 Leute haben dem windigen Schmuddelwetter getrotzt und eine gemütliche Laufeinheit durch die Felder unternommen. Als Belohnung gab es anschließend Rhöner Bratapfelglühwein und Plätzchen im Hause Grüterich.

Frohes Fest!

Jan Gensler am 24. Dezember 2011

 

Bericht RGC-Siegerehrung 2011 in Hollstadt

Vollbesetzt bis auf den letzten Platz war die Hollstädter Sporthalle bei der Abschlussfeier des Wettkampfjahres 2011 der Laufserie des Rhön-Grabfeld-Cups (RGC). „Hausherr“ Dietmar Werner durfte an die 400 Läuferinnen und Läufer mit ihren Familien begrüßen. Auch der Bayerische Landtagsabgeordnete Günther Felbinger hatte sich diesen Termin extra freigehalten, um seinem „alten“ Freund und sportlichen Weggefährten Eberhard Helm, als Gründer des RGC, für die geleistete Arbeit zu danken. „Die Rhön-Grabfeld-Cup-Idee ist einzigartig – ihr habt damit einen ganzen Landkreis in Bewegung gesetzt“. Vor allem freute er sich, dass so die Zahl der teilnehmenden Schüler im Vergleich zu den letzten Jahren wieder leicht angestiegen sei. Viele Millionen Euro, die schon bei Kindern und Jugendlichen in Folge von Bewegungsmangel entstehen, könnten bei den Krankenkassen eingespart und viel besser in die Bildung und Prävention investiert werden. Felbinger appellierte an die Sportler, weiterhin dem Laufen treu zu bleiben und „den einen oder anderen noch mitzuziehen“. Auch Rita Rösch, dritte Bürgermeisterin der Stadt Bad Neustadt und Udo Waldsachs, Ostheims Bürgermeister lobten das Engagement der Aktiven und der Ehrenamtlichen und gratulierten zu den vielen Erfolgen im ablaufenden Jahr.

„Als Gesundheitslandkreis haben wir es zwar noch nicht bis an die Spitze Bayerns geschafft, aber mit der Aktion „Dorfrunden“ ist bereits ein neues Projekt ins Leben gerufen worden, das einen weiteren großen Teil der Bevölkerung erreicht“ berichtete Eberhard Helm. Außerdem stehe der RGC unter dem Motto „Keine Macht den Drogen“, das vor allem Jugendliche zu mehr Sport animieren und vor Drogen warnen solle.

Vom Bambini bis zu den Ältesten – bis Altersklasse M75 – haben auch in diesem Jahr männliche und weibliche Sportler aktiv am RGC teilgenommen. Die guten Teilnehmerzahlen der letzten Jahre wurden auch heuer wieder getoppt. 9300 Starts standen bei 16 Veranstaltungen zu Buche, dabei ragten vor allem der Stadtlauf in Bad Neustadt und der Halbmarathon in Rannungen mit den großen Teilnahmefeldern besonders heraus.

Auch heuer war der TSV Hollstadt der Verein mit den meisten Teilnahmen am RGC, 303 Mal waren die Läuferinnen und Läufer des rührigen Vereins am Start. Zweiter wurde der TSV Ostheim (245) vor dem stark auftrumphenden SV Frankenheim (176). Die weiteren Vereinsplatzierungen: TSV Brendlorenzen (170), TSV Bischofsheim (166), TSV Hausen (151), TSV Höchheim (114), TSV Münnerstadt (110), TSV Oberstreu (109) und TSV Mühlfeld (99).

Die Gesamtwertung der Frauen entschied wie in den Vorjahren die Unslebenerin Ellen Stockheimer (W20), die für den TSV Ostheim an den Start geht für sich. Es folgten auf Platz zwei Manuela Greier (W40, TSV Hollstadt) und Triathletin Daniela Mültner (W30, TSV Mellrichstadt). Bei den Männern hatte Wolfgang Müller die Nase vorn vor Vereinskamerad Manuel Stöckert, beide M20 und dem ebenfalls Zweitplatzierten Frankenheimer Holger Trump (M35).

Die in diesem Jahr neu eingeführte Familienwertung gewann Familie Schatz/Ullrich vom TSV Bischofsheim mit insgesamt 82 Teilnahmen souverän vor Familie Reder (RWV Haselbach, 66 Teilnahmen) und Familie Geiger (TSV Brendlorenzen mit 52 Teilnahmen). Insgesamt waren 12 Familien in der Wertung. Auf ein besonders erfolgreiches Jahr kann Familie Trump aus Frankenheim zurückblicken, denn neben Anne(W09) gewannen Schwester Sophia (W11) und Vater Holger (M35) jeweils ihre Altersklassen und durften den begehrten Pokal mit nach Hause nehmen. Geschwistersiege gab es außerdem für Alina und Laura Johannes vom TSV Münnerstadt in den Altersklassen W10 und W12, für Annika Topitsch ((W15) und Bruder Christian (M13), sowie für Regina (W14) und Michael Reder (männliche Jugend A).

Feierlich umrahmt wurde die Abschlussveranstaltung vom Weihnachtsorchester, das sich aus jungen und älteren Musikern aus der Läuferszene zusammensetzt. Als farbenprächtiger Augenschmaus zeigte die Minigarde der NES-KA-GE ihr Können.

Die Winterpause für die Aktiven des RGC endet am 24.03.2012, an diesem Termin eröffnet der TSV Höchheim die beliebte Serie mit dem Milzgrundlauf.

(Text: Michaela Greier)

viele Bilder von Dietmar Werner, Uli Schmitt, Michaela Greier und Markus Brand:

Jan Gensler am 13. Dezember 2011

 

Dorfrunden kommen ins Laufen

Internet-Seite für Gesundheitsprojekt steht – Sportvereine im ganzen Kreis kontaktiert

Ostheim hat eine, Mittelstreu, Waltershausen, und die von Bahra ist gar musterhaft: Die Dorfrunden unter anderem dieser Gemeinden sind die Vorreiter eines Gesundheitsprojekts im Landkreis, das immer mehr mit Leben gefüllt wird.

Wie bereits mehrfach berichtet, hatte ein Team um den Ostheimer Allgemeinarzt und Präventions-Aktivisten Eberhard Helm im Sommer bei einem internationalen Wettbewerb gewonnen, der besonders innovative Projekte um das Thema Herzgesundheit auszeichnete. 50 000 Euro aus einem Eine-Million-Topf des Pharmakonzerns Boehringer-Ingelheim stehen nun für das Projekt „Dorfrunden“ im Landkreis zur Verfügung.

Ein Teil der Gelder ist mittlerweile in eine professionell gestaltete Internet-Präsenz geflossen, die sich in einem Vorab-Stadium befindet. Die Seite informiert über die Grundidee der Dorfrunde, nämlich ortsnahe und unkomplizierte Spazierwege vorwiegend für Senioren anzubieten, um ihnen auf diese Weise eine attraktive Möglichkeit der leichten, aber regelmäßigen sportlichen Betätigung anzubieten.

Neun solcher Dorfrunden von etwa zwei bis drei Kilometer Länge stellt der Internetauftritt bereits vor. Mittlerweile hat Klaus Greier, stellvertretender Kreisvorsitzender des Bayerischen Landessportverbandes, ein Schreiben an alle Sportvereine des Landkreises weitergeleitet. Jan Gensler, stellvertretender Vorsitzender des Leichtathletik-Leistungszentrums (LLZ) Rhön-Grabfeld und mit Eberhard Helm treibende Kraft hinter den Dorfrunden, bittet darin um Mitarbeit bei der Ausarbeitung der Routen.

Die Runden sollten maximal drei Kilometer lang sein, an schönen Flecken des Ortes vorbeiführen und zum Beispiel eine Ruhemöglichkeit bieten. Die Dorfrunden-Homepage gibt auch genaue Hinweise, wie solche Dorfrunden auf einfache Weise digitalisiert werden können. Das geht über eine weitere Internetseite, die über Google-Earth-Daten verfügt, relativ problemlos. Ansonsten sind die Mitarbeiter des Projektes bei der Digitalisierung behilflich. Alle Dorfrunden des Landkreises sollen über die Internetseite abrufbar sein. „Wir sind sozusagen auf die Hilfe der ‘Pfadfinder’ vor Ort angewiesen“, so Jan Gensler. Er betont, dass im nächsten Jahr auch ein Flyer für den gesamten Landkreis sowie Flyer mit Dorfrunden geplant sind, zumal nicht jeder Senior internetaffin ist. Diese Flyer könnten dann zum Beispiel in Banken und Geschäften ausliegen. Im Frühjahr, so der Zeitplan, soll das Dorfrunden-Projekt zum Saisonstart noch einmal zentral vorgestellt werden.

Ein knappes Dutzend solcher Runden ist auf der Internetseite schon versammelt. Als Musterrunde gilt hinsichtlich des Streckenprofils die Dorfrunde von Bahra. Aber auch Ostheim, Hendungen, Mittelstreu, Waltershausen, Wollbach oder Schmalwasser sind schon auf der Homepage vertreten.

Bis Ende des Jahres sollen nun die Sportvereine ihre Routenvorschläge an Jan Gensler vom LLZ zurücksenden, damit das Projekt weiter bearbeitet werden kann. In einem weiteren Schritt sollen die einzelnen Dorfrunden nämlich auch mit Infotafeln versehen und im nächsten Jahr rechtzeitig freigegeben werden.

Mehr Informationen über das Dorfrunden-Projekt und Möglichkeiten für Sportvereine zur Mitarbeit unter www.beta.dorfrunde.de


Keinen Bogen machen um Bewegung: Mit dem Dorfrunden-Projekt sollen vor allem Senioren im Landkreis Rhön-Grabfeld zu einer leichten sportlichen Betätigung animiert werden, wie auf unserem Archivbild an der Streu bei Ostheim.


Im Netz: Das Dorfrunden-Projekt für den Landkreis Rhön-Grabfeld nimmt Formen an: Eine Vorab-Version der Internet-Seite steht bereits. Sie zeigt für einige Gemeinden wie hier in Bahra bereits Dorfrunden, die vor allem ältere Mitbürger zur leichten sportlichen Betätigung animieren soll.

Gerhard FischerArtikel der Mainpost vom 8. Dezember 2011

Jan Gensler am 7. Dezember 2011