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Challenge Roth als Staffel – ein Erlebnisbericht

Es klang zunächst wie ein Gag, als während unseres Lauftrainings in Mühlfeld im Spätsommer 2011 Holger Wüst, einer unserer eifrigen Mitstreiter, plötzlich die Idee äußerte, wir könnten doch beim Challenge in Roth teilnehmen.

Schnell wurde jedoch dieser Gedanke aufgegriffen, weiter gesponnen, und als die Teilnehmer mit Roland Winklharrer (Schwimmen), Holger Wüst (Fahrrad) und Robert Stuhl (Laufen) feststanden, hofften wir als das Team „ Junge Rhöner“ auf einen Staffelplatz bei der Nachmeldemöglichkeit am 6.12.2011.

Nachdem ich an diesem Tag um die Mittagszeit die SMS las „ du bist wohl noch nicht im Wasser“, wusste ich, wir sind dabei.

Nun hieß es fleißig trainieren. Bis zum Wettkampf am 8.7.2012 blieb noch ausreichend Zeit, um sich auf die 3,86 km lange Schwimmdistanz, die 180 km Radstrecke und den Marathon mit seinen 42 km vorzubereiten.

Robert lief ca. 70-80 km pro Woche, Holger begann mit Strecken von ca.100km, ich versuchte 7-10 km im schönen Mellrichstädter  Sportbad zu absolvieren und hatte mir als Ziel eine Zeit unter einer Stunde 30 Minuten gesteckt.

Leider hatte unser Initiator Holger aus beruflichen Gründen im Frühjahr nicht mehr genügend Trainingszeit und  so trat an seine Stelle Markus Bach, jetzt auch in Mühlfeld wohnhaft, in unsere Staffel.

Die Zeit bis zum Wettkampf verging wie im Flug, arbeiten, trainieren, planen, Rücksprache mit erfahrenen Triathleten (vielen Dank an dieser Stelle für die guten Tipps und die Mut machende Unterstützung).

Am 6.7.2012 Anreise, Anmeldung, Nudelparty, am 7.7.2012 Abgabe des Wettkampffahrrades. Am 8.7. dringt bereits ab 6 Uhr früh laute Musik vom Wettkampfort, dem durch geschlossene Schleusen bei Hilpoltstein  abgesperrten Rhein-Main-Donaukanal an den Campingplatz.

Um 6.30 Uhr Start der Profis. Zuschauen und begeistert sein, doch bald holte mich die Wirklichkeit ein. Um 8.50 Uhr sollte bereits ich starten, also gegen 8 Uhr in den Umkleidebereich, Neopren anziehen und warten… 5 Minuten vor dem Start Freigabe des Kanals für unsere Gruppe von ca. 350 Startern, vor schwimmen bis in den Startbereich.

Das Seil hob sich, schäumendes Wasser, Arme, Beine, gelbe Schwimmkappen um mich herum. Nach 1 Stunde und 11 Minuten verließ ich das Wasser, übergab den Messchip an Markus, der bei seinem Fahrrad wartete.

Dieser kämpfte gegen den Wind, hielt sehr gut durch und Robert konnte in der Wechselzone 2 nach weiteren 5 Stunden 15 Minuten seine Laufstrecke bei schwül warmen Temperaturen in Angriff nehmen.

Markus und ich warteten im Zielbereich, liefen kurz vor 19 Uhr zusammen mit Robert über die Ziellinie in einer Gesamtzeit von 10 Stunden, 6 Minuten, erschöpft, aber stolz, dabei gewesen zu sein.

Ein tolles Erlebnis, sicher nicht Weltrekord verdächtig, für uns als Amateure doch sehr zufriedenstellend. Aber, Hut ab vor all denen, die diese Einzelstrecken alleine hintereinander bewältigen.

Und übrigens: in einem Werbeprospekt hatte ich im Vorfeld gelesen „ einmal Roth, immer Roth !“ ; auch wir haben uns für 2013 wieder angemeldet nach dem Motto „ nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf“. Dank all denen, die uns, in welcher Form auch immer, unterstützt haben!

 

Detailinfos unter  www.challenge-roth.de

 Roland Winklharrer

Jan Gensler am 19. Juli 2012

 

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