» Laufgruppe des TSV Hollstadt durchquert die Rhön

Laufgruppe des TSV Hollstadt durchquert die Rhön

Am Bahnhof in Bad Kissingen herrscht nächtliche Ruhe. Es sind keine Fahrgäste unterwegs. Verständlich, die Uhr zeigt 05.30 Uhr, es ist Samstagmorgen, der Tag bricht an. Es soll ein schöner, sonniger Tag werden.

Doch auf einmal kommt Bewegung in die Kulisse. Aus einem Kleinbus steigen Sportler. Sie haben Bad Kissingen als Start für einen langen Staffellauf ausgesucht. Die Gruppe möchte bis zum Abend über die Rhöner Kuppen bis nach Bad Salzungen laufen. Bei der Gruppe handelt es sich um das Laufteam des TSV Hollstadt. Gemeinsam wollen sie den bekannten Premium Wanderweg „Hochrhöner“ in Staffelform durchlaufen.

Am Start stehen Michael Wirsing und Heidi Schmitt. Die beiden nehmen die ersten Kilometer unter die Füße. Ihr Weg führt entlang des Saaletals. Doch schon nach wenigen Kilometern sollte es vorbei sein mit der flachen Strecke. Über den Klaushof führt der Hochrhöner nach Frauenroth. An der Kirche wird das erste Mal abgelöst. Der Staffelstab wird übergeben an Manuela Greier und Tanja Dietrich. Die Strecke wird immer hügeliger, dies sollte sich bis Bad Salzungen nicht mehr ändern. In Langenleiten befindet sich der nächste Wechselpunkt. Willi Heitel und Burkhard Fuchs führt es auf dem bislang steilsten Teilabschnitt hoch zum Kloster Kreuzberg. Der erste hohe Berg war erklommen.

 

Von Berg zu Berg ist das Motto der nächsten Etappe. Vom Kreuzberg zunächst steil bergab und anschließend genauso steil nach oben über den Himmeldunkberg führt die Strecke von Dietmar Uhlein und Dietmar Werner. Der Staffelstab wird zwischen Schwedenwall und Rotes Moor an Klaus Greier und Heiko Geiß übergeben. Die beiden nehmen sich den höchsten Punkt der Strecke, die Wasserkuppe, zum Ziel. Das Team wird vervollständigt von Wolfgang Balling und Uli Schmitt, die wegen Verletzungen überwiegend als Fahrer und Betreuer fungieren.  Zu den Aufgaben zählen, neben der Navigation auch die Protokollierung der gelaufenen Strecken.

 

War der Verlauf des Hochrhöners im bayerischen Teil noch den meisten Läufern bekannt, gelangte man nach Wasserkuppe und Milseburg eher in unbekanntes Terrain. Die Strecke ist für Wanderer bestens ausgeschildert. Nur selten übersehen die Läufer aufgrund des hohen Tempos das markante Hinweisschild mit dem gelben „Ö“ und müssen einen kleinen Umweg in Kauf nehmen. Etappe um Etappe kommt das Team dem Ziel näher. Die Landschaft ist wunderschön. Viele kleine Orte liegen an oder in der Nähe der Route, von denen man noch nie gehört hat, obwohl man nur wenige Kilometer von zuhause entfernt ist.

 

Nach der bayerischen und hessischen Rhön befindet sich die Mannschaft mitlerweile im thüringischen Teil der Rhön. Die Steigungen sind nicht mehr so steil wie zu Beginn. Die Berge jedoch beinahe genauso hoch. Jeder Läufer hat zwischenzeitlich zwei bis drei Teilstrecken in den Beinen. Wolfgang kann verletzungsbedingt nur einmal eingesetzt werden. Dafür hat er jede Menge Details über die Heimat zu erzählen und kennt Teile der Strecke bereits vom Wandern. Das Tagesziel Bad Salzungen kommt näher.

 

Pünktlich, wie von Klaus vorausgeplant, trifft die Gruppe um 19.30 Uhr in Bad Salzungen ein. Den ganzen Tag gab es nur Wasser und Apfelschorle, von zwei Kaffeestopps mal abgesehen, zu trinken. Gut, dass man zu diesem Zeitpunkt noch einen Kasten alkoholfreies Weizenbier einkaufen kann. Nach kurzer Pause wird die Rückreise angetreten. Über die Autobahn geht es, wesentlich schneller als zu Fuß über die Rhöner Kuppen, zurück nach Hollstadt. Im Sportheim wird zunächst mal ausgiebig geduscht – welch eine Wohltat. Zum Abschluss hat das TSV-Wirtepaar Jochen und Rosita einen leckeren Nudelauflauf und Salate vorbereitet. Es dauert nicht lange und die Müdigkeit übermannt die Laufgruppe. Ein schöner Tag geht zu Ende. Mit neuen, interessanten Eindrücken der Heimat und insgesamt 364 Kilometer in den Beinen benötigt keiner der Teilnehmer eine Schlaftablette um gut zu ruhen.

Text: Dietmar Werner

Jan Gensler am 13. August 2012

 

1 Kommentar »

  1. Ich kenne eine Teil der Strecke,bin dort im Sommer mit dem
    Rad gefahren,jedenfalls war das sich ein Erlebnis und aber auch eine tolle leiatung von euch ;-) ! Vielleicht sehen
    wir uns beim 6.Wein-Berg-Lauf am13.10. in Ramsthal wieder!

    by Manfred Gößmann-Schmitt — 4. Oktober 2012 @ 08:11