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Erlebnis Häusemer Lauf – mit vielen Fotos!

Hier der Bericht von Michaela Greier zum RGC-Lauf in Hausen: Danke dafür!

… viele Fotos findet ihr unter “Fotoalben” links in der Menüleiste

 

Wunderbares Herbstwetter, gute Stimmung, ein ansprechendes Teilnehmerfeld und tolle Preise für die Gewinner – so verlief der 26. HäusemerCrosslauf am vergangenen Wochenende. Der TSV Hausen als Ausrichter mit Hauptorganisatorin Sybille Martin war mit seiner Veranstaltung und den 270 Anmeldungen durchaus zufrieden, dieser ist traditionell der abschließende Wettkampf in der beliebten Laufserie des Rhön-Grabfeld-Cups (RGC). Vor allem im Bereich der Schülerläufe waren die Teilnehmerfelder groß, ging es für den einen oder anderen noch um das Sammeln der Punkte für die Gesamtwertung.

Hier konnten sich die beiden Laufaushängeschilder des heimischen TSV noch im allerletzten Rennen den Gesamtsieg sichern.In der Altersklasse MJ15 war dies Julian Trabert (Streckenschnellster auf 1,7 Kilometer mit 5:06 Minuten!), bei den ein Jahr älteren Schülern setzte sichTizian Trost entscheidend durch. Beide waren auf ihrer Heimstrecke nicht zu schlagen. Schnellstes Mädchen wurde hier Penelope Schrenk aus Frankenheim, sie kam als Einzige noch unter sechs Minuten ins Ziel. Auch bei den jüngeren Jahrgängen durften sich die einheimischen Zuschauer über einige Podestplätze ihrer Nachwuchsläufer freuen, auf Anhieb gelangen Jasmina Trabert (WKU09), Lucia Wehner (WKU11) und Hannes Horsch (MKU11) Altersklassensiege. Selbst am Ende einer langen Saison bewiesen die Führenden im Gesamtklassement- Veronika Lochner (TSV Mittelstreu) und der Mellrichstädter Christoph Groß – große Reserven, sie liefen auf der 1,2 Kilometerstrecke die schnellsten Zeiten und blieben auf dem anspruchsvollen Kurs noch unter vier Minuten. Auch zahlreiche Bambinis – 31 Mädchen und Jungen – waren auf der Runde Richtung Sportplatz am Ziel, mit sichtbarer Begeisterung meisterten sie die 350 Meter ohne Zeitmessung.

Als neue Leidenschaft hat RGC-Gründer Eberhard Helm das Wandern für sich entdeckt und hofft auch in Zukunft auf zahlreiche „Mitläufer“. In Hausen lud er daher zur Teilnahme an der Hochrhön-Extratour über 20 Kilometer ein und acht Aktive schlossen sich ihm an. „Die schöne und abwechslungsreiche Tour wird um die vier Stunden dauern und wir werden noch bei Helligkeit wieder in Hausen eintreffen“ versprach er am Start. „In den leuchtend grünen Shirts ist die Gruppe ohnehin gut zu erkennen“ schmunzelte Helm als Reiseführer.

Der Hauptlauf über neun Kilometer führte die Teilnehmer in diesem Jahr erstmals über eine neue Strecke. Zunächst galt es einmal den von vielen Läufern ungeliebten Lindenberg zu erklimmen, nach dem Überqueren des Sportplatzes ging es auf die Hobbylaufrunde. „Ich bin froh, dass ich die anspruchsvolle Runde nicht wie sonst mehrmals bewältigen musste“, gab Katrin Maisch aus Unterelsbach offen zu „so war für mich das Schlimmste schon nach einem Drittel vorbei“. Dieser Meinung schlossen sich einige Frauen an, während ein Großteil der Männer lieber wieder auf die ursprüngliche Crosstrecke zurückkehren würde. In vielen Bereichen stand der Spaß am Laufen im Vordergrund, sodass die Strecke gemeinsam und ohne Konkurrenzkampf absolviert wurde. Schnelle Zeiten gab es aber dennoch, als Erster überquerte – wie in der Woche zuvor – der Rannunger Markus Veth den Zielstrich, vor Marcus Enders (SV Frankenheim) und Wollbachs Seriensieger Andreas Stubenrauch.Auf den weiteren Plätzen landeten die beiden Ostheimer Alex Schreck und Klaus Arnold.Insgesamt blieben 13 Männer unter der 40 Minuten Marke. Das gleiche Ergebnis wie beim Herbstlauf in Hollstadt zeigte sich bei den Frauen, Susanne Haßmüller gewann das Rennen vor Teamkollegin Anna-Lena Klee (beide SC Ostheim) und den beiden zeitgleichen Hollstädterinnen Tanja Dietrich und Sonja Reiher. Gleich dahinter konnte sich Manuela Schroll über den fünften Gesamtplatz freuen.
Das Feld der Jugendlichen war in diesem Jahr überschaubar, insgesamt waren nur sechs Teilnehmer am Start. Nach ihrem Auslandsjahr ist Maja Betz (SC Ostheim) wieder zurück in heimischen Gefilden und lief auf der 5,1 Kilometerrunde die schnellste Zeit, bei den männlichen Jugendlichen gab es an Tim Scholtysek aus Meinigen kein Vorbeikommen.

18 Hobbyläufer  und ein erfreulich großes Feld an Walkern und Wanderern nahm eben diese  Strecke in Angriff, die zunächst Richtung  Stetten und dann am Apfellehrpfad entlang führte. Hier zählte man 38 Teilnehmer. Auch die Zweirad-Liebhaber kamen in Hausen auf ihre Kosten, für sie wurde eine geführte Mountainbiketour angeboten, an der sich sieben Fahrer anschlossen.

Viel Lob gab es für die reibungslose Organisation und auch für „Stadionsprecher“ Georg Martin, der während der Veranstaltung viel zu berichten wusste und mit den aktuellsten Infos über den Gesamtstand  aufwarten konnte. Das Wettkampfjahr im RGC ist nun zu Ende, am kommenden Samstag trifft sich aber die Lauffamilie noch einmal beim Genusslauf in Ostheim. Auf den verschiedenen Strecken  werden aber keine Zeiten mehr gemessen, „es geht rein um den Spaß am Laufen“, wie Initiator Eberhard Helm betont.

Jan Gensler am 27. September 2017

 

Bericht vom RGC in Hollstadt

Unter besten äußeren Bedingungen – trocken, angenehme Temperaturen und teilweise Sonnenschein – fand am vergangenen Sonntagvormittag der Herbstlauf des TSV Hollstadt im Rahmen der Beliebten Laufserie des Rhön-Grabfeld-Cups (RGC) statt. Dabei konnte Hauptinitiator Dietmar Werner in etwa auf die gleiche Anzahl der Starter des Vorjahres zählen, und das, obwohl bei einigen sonst aktiven Teilnehmern zeitgleich der Halbmarathon und Marathon in Bad Kissingen auf dem Programm stand. Dennoch zeigte man sich seitens des Veranstalters, aber auch der Läuferschar sehr zufrieden mit dem Ablauf des renommierten Wettbewerbs. Lob gab es daher von vielen Seiten für die gute Organisation und hinterher für die wertvollen Preise bei der Tombola.

Den Anfang machten die Mountainbiker zur frühen Stunde, um neun Uhr fiel für die sechs Teilnehmer – davon zwei Frauen – der Startschuss über 12 beziehungsweise 15 Kilometer rund um die Hollstädter Gemarkung. Für manche war dies noch nicht ausreichend körperliche Ertüchtigung, sie gingen dann auch noch auf zwei Beinen auf die Laufstrecke. Um kurz nach zehn Uhr wurden dann alle Haupt-, Hobby- und Jugendläufer, sowie auch die Walker und Wanderer gemeinsam auf die Strecken geschickt. Der Hauptlauf der Frauen –  und der Männer über 60 Jahre – über neun flache Kilometer lockte 44 Teilnehmerinnen an den Start, dabei freute man sich besonders über einige Wiedereinsteigerinnen. Antje Weber (SC Ostheim), Angela Bleichner (SV Herschfeld) und Andrea Stäblein (TSV Brendlorenzen) wagten nach längerer Verletzungs- oder Babypause wieder den Sprung in die Wettkampfszene und lieferten gleich gute Zeiten ab. Mit einem kleinen, aber spürbaren Handicap war Nicole Mardian aus Wollbach ins Rennen gegangen. Sie brach sich tags zuvor eine Zehe, nahm dies aber gelassen „Ich laufe halt auf der Außenkante“. Alle Frauen waren auf einer Wendepunktstrecke unterwegs, sodass sie die Anfeuerungen der entgegenkommenden Mitstreiterinnen mitnehmen konnten. Susanne Haßmüller im Trikot des SC Ostheim wiederholte ihren Vorjahreserfolg und feierte damit den zehnten Altersklassensieg in dieser Saison. Einen großen Teil des Rennens hatte sie den Bad Kissinger Martin Amtmann, der der Altersklasse M65 angehört, an ihrer Seite.Als Gesamtzweite überschritt Teamkameradin Anna-Lena Klee die Ziellinie vor der Lokalmatadorin Tanja Dietrich. Lisa Nöth (SV Herschfeld) und eine weitere Hollstädterin Sonja Reiher blieben als Vierte und Fünfte  noch deutlich unter der 40 Minuten Marke.

Kein Weg ging an Markus Veth aus Rannungen, dem Streckenschnellsten im Männerklassement vorbei, er verbesserte seine Zeit vom Vorjahr gleich um vier Minuten. Seine persönliche Bestmarke aus dem Jahr 2016 toppte der Gesamtzweite Marcus Endres vom SV Frankenheim um tolle fünf Minuten, was beweist, dass die schnellen Rhöner Männer auch am Ende einer langen Wettkampfsaison noch große Reserven vorzuweisen haben. Dritter im Bunde wurde Andreas Stubenrauch vom RSV Wollbach, der allerdings mit seiner Zeit nicht zufrieden war, dies aber auf fehlende Trainingseinheiten zurückführte. Alex Schreck im Ostheimer Trikot und Martin Grau (SV Herschfeld) folgten auf den weiteren Plätzen.Bemerkenswert ist die Punktlandung von Winfried Endres, der auf die Sekunde genau die gleiche Zeit lief wie im letzten Jahr. Im großen Teilnehmerfeld fanden sich auch acht Aktive von der Körperschmiede Höchheim, die die Lust am Laufen für sich entdeckt und sich für die kommende Saison mehr Starts im RGC vorgenommen haben.

Ein überschaubares Feld von Bambinis machte sich auf die Stadionrunde, der eine oder andere Knirps brauchte auch die unterstützende Hand eines Eltern- oder Geschwisterteils. Am Ende schafften alle die 400 Meter mit Bravour und bekamen die wohlverdiente Belohnung.

Als interessante Abwechslung zu den anderen Wettbewerben befinden die Schüler die in Hollstadt ausgetragenen Verfolgungsrennen, diese werden im Ort gestartet. Im Abstand von einer Minute gingen die jüngeren und älteren Jahrgänge auf die 1,5 Kilometer lange Strecke und so mancher schaffte es, den Vorsprung bis ins Ziel zu retten.

Der Gersfelder Alvaro Schrenk, der das Trikot des SV Frankenheim trägt, freute sich über seinen neunten Sieg in der Altersklasse M11. In Hausen zum Saisonfinale am kommenden Samstag wird er aber ausnahmsweise  nicht starten “Ich bin auf einer Geburtstagsfeier eingeladen, da möchte ich mal hingehen, ich freu mich schon sehr darauf”, verriet er unumwunden – den Gesamtsieg habe er ja eh schon in der Tasche. Für viele weitere Seriengewinner der jüngeren Altersklassen steht dies ebenso bereits vor dem letzten Rennen fest, nur in einigen wenigen Bereichen kann sich die Reihenfolge noch verändern.

 

Michaela Greier

Jan Gensler am

 

Neuigkeiten zum Häusemer Crosslauf

Bald steht wieder der Crosslauf in Hausen an: Dieses Jahr gibt es einige kleine Änderungen:

– Beachtet bitte, dass sich die Startzeiten leicht verändert haben – wartet bitte mit der Anmeldung noch ein paar Tage, bis Tobias nach dem Lauf in Rannungen Zeit finden konnte, aus die Anmeldemaske anzupassen.

– Der Hauptlauf wird dieses Jahr etwas anders verlaufen: nach einer Runde über den Lindberg folgt eine Hobbylaufrunde, macht gesamt 9 km.

– Um 14 Uhr startet eine 20 km lange Wanderung über die Extratour des Hochrhöners “Museumstour” . Dies ist die erste Tour der diesjährigen Hochrhön-Hike-Challenge – wird als “Teilnahme am RGC” gewertet (0 Punkte).

Jan Gensler am 10. September 2017

 

Fotos und Bericht vom Lauf in Wollbach

„Ohne starken Regenguss geht es scheinbar nicht bei unserer Veranstaltung“ schmunzelte Michael Gundalach, Vorstand des RSV Wollbach, während dem VR-Bank Lauf seines Vereins, der am Wochenende im Rahmen der beliebten Laufserie des Rhön-Grabfeld-Cups ausgetragen wurde. Die betraf allerdings eher die Mountainbiker, die zum Zeitpunkt des Gewitterschauers erst gut die Hälfte ihrer Strecke absolviert hatten und allesamt klatschnass wieder am Sportgelände ankamen. Dies tat aber der Stimmung der 24 Biker keinerlei Abbruch, man nahm es mit Humor „die Räder sind schon mal vom gröbsten Schlamm befreit“. Andreas Stubenrauch, der Hauptverantwortliche war indes heilfroh, dass alle gesund und ohne Sturz auf dem nun sehr rutschigen Gelände angekommen waren.

Drei Runden bzw. zwei für die Hobbyfahrer, mit jeweils einer deftigen Steigung hatten die Biker zu umfahren, Lokalmatador Jochen Manger nutzte seinen Heimvorteil und konnte das Rennen über 21 Kilometer für sich entscheiden, Klaus Arnold vom SC Ostheim folgte mit einem Abstand von zwei Minuten. Auf Rang drei kam Arno Albert (TSV Hollstadt) ins Ziel, beide gingen aber hinterher noch im Hauptlauf an den Start. Dies taten auch die beiden einzigen Frauen im Wettbewerbs Ingeborg Joa (TV/DJK Hammelburg)  und  die Herschfelderin Lisa Nöth, sie hatten auch nach dem Fahrradfahren noch flinke Beine auf den anstehenden zehn Kilometern.

Unmittelbar nach dem Radrennen riss der Himmel auf und es wurde drückend heiß, was den 47 Bambini aber überhaupt nichts ausmachte, sie absolvierten ihre Stadionrunde fröhlich und mit Bravour. Zahlreich war hier der einheimische Nachwuchs in den grünen RSV-Trikots vertreten, ebenso später bei den Schülerläufen. „Schade, dass dies nur bei unserer eigenen Veranstaltung so ist, so die WollbacherLaufsportverantwortlichen. „Wir würden uns schon wünschen, dass wir auch bei anderen RGC Läufen so stark im Kinderbereich vertreten wären“. Immerhin trugen mit Wilhelmine Kümmel, Amelie Kirchner, Johan Fischer und Lennart Marschall gleich vier Ortsansässige den Sieg in ihrer Altersklasse davon, weitere erreichten den Sprung auf das begehrte Podest. Insgesamt setzten auf der Distanz von ca. 1000 Meter Veronica Lochner (TSV Mittelstreu) und Christoph Groß (TSV Mellrichstadt) die Bestmarken. Bei den älteren Jahrgängen konnten nahezu alle bisher im Gesamtklassement Führenden ihre Dominanz unter Beweis stellen, die schnellsten Laufzeiten über 1500 Meter erzielten Karolin Groß aus Mellrichstadt in 6:51 Minuten und Julian Trabert vom TSV Hausen in 5:42 Minuten. Beim Jugendlauf über 5,5 Kilometer waren Jan Eyring (SV Frankenheim) und der Meininger Tim Scholtysek das Maß aller Dinge, schnellste Jugendliche war Rebecca Söder (SV Frankenheim). Mit ihnen war ein auffallend großes Feld an Hobbyläufern auf die Strecke gegangen, man zählte hier 53 Teilnehmer. Schnellste war eine Frau mit Wollbacher Wurzeln, Simona Greier im Trikot des SC Ostheim  erreichte mit 22:59 Minuten das Ziel, noch deutlich vor allen Männern. Unter ihnen setzte sich Ralph Rautenberg vom TSV Mellrichstadt durch. Eine stattliche Zahl von Walkern und Wanderern machte sich mit und ohne Stöcke auf die 5,5 Kilometerrunde, insgesamt waren hier 47 Aktive unterwegs.

Den Hauptlauf nahmen 114 Läufer – darunter 34 Frauen – in Angriff. Für die Zuschauer war dieser Wettbewerb insofern interessant, weil alle Teilnehmer das Sportgelände nach der Hälfte der Distanz überqueren und man sich so einen Überblick über den Zwischenstand verschaffen kann. Daher war die Freude bei den Einheimischen groß, dass sich das RSV Lauf-Aushängeschild Andreas Stubenrauch schon nach einer Runde einen guten Vorsprung auf das Feld erarbeitet hatte und diesen auch nach dem zweiten Abschnitt ins Ziel brachte. „Das ist heute ein tolles Gefühl, es hat einfach alles gepasst und ich bin locker geblieben“, so der strahlende Sieger nach seinem ersten lang ersehnten Heimerfolg. Sein Mannschaftskollege Ronald Schroll vervollständigte das prima Ergebnis des  RSV Laufteams mit Gesamtrang zwei und dem Sieg in der Altersklasse M40. Den dritten Podestplatz erklomm der Ostheimer Felix Krämer, der noch der Jugendklasse U20 angehört. Bei den Frauen feierte Susanne Haßmüller (SC Ostheim) den zweiten Sieg innerhalb einer Woche, sie blieb 20 Sekunden vor ihrer Mannschaftskameradin Anna-Lena Klee. Das „Stockerl“ komplettierte die Hollstädterin Tanja Dietrich, ihr folgte mit Manuela Schroll die schnellste Wollbacher Frau auf Rang vier. Noch sehr flotte Zeiten legten die Männer jenseits der Altersklassen M45 hin, so blieben beispielsweise Dietmar Schultheis (TSV Oberstreu), Arno Albert (TSV Hollstadt) und Winfried Endres (SV Herschfeld) noch deutlich unter der 42 Minuten Grenze. Allgemein waren die Männer der höheren Jahrgänge sehr stark vertreten, allein in der AK M55 zählte man 18 Teilnehmer.

Dass sich an der anspruchsvollen Wollbacher Strecke die Geschmäcker scheiden, merkte man hinterher an vielen Reaktionen. Für die einen waren die beiden heftigen Steigungen äußerst gewöhnungsbedürftig und anstrengend, andere zeigten sich begeistert. „Tolle Organisation, großes Publikum und prima Stimmung“ attestierten aber die meisten der Teilnehmer dem Veranstalter.

Wenig Zeit zur Erholung bleibt den Aktiven, denn bereits am kommenden Freitag ruft der SV Herschfeld zu seinem Lauf. Nähere Informationen folgen.

Bericht und Fotos: Michaela Greier

Fotos von den Läufen in Wollbach findet ihr links im Menü unter “Fotoalben”.

Jan Gensler am 26. Juli 2017

 

Nachlese RGC Unterelsbach

„Eine aus meiner Sicht rundum gelungene Veranstaltung“ attestierte Hauptorganisator Emil Quaißer vom TSV Unterelsbach nach der letzten Siegerehrung  „seinem“ Saueichelauf, der nach 23 Jahren immer noch einen festen Bestandteil der beliebten Laufserie des Rhön-Grabfeld-Cups (RGC) bildet. „Wir hatten über 300 Teilnehmer am Start und auch wenn es ab und zu geregnet hat, war die Stimmung bestens“, befand der früher selbst sehr ambitionierte Läufer und verabschiedete sich am Abend in den Sommerurlaub.

Am meisten dürfte sich der ehemalige Lehrer über die – in Unterelsbach schon lange eine Selbstverständlichkeit  – großen Teilnehmerfelder im Bambini- und Schülerbereich gefreut haben. Die Werbekampagne der Schulleitung der Grundschule Oberelsbach und der Kindergärten in der Marktgemeinde verfehlte ihre Wirkung nicht, dennder Nachwuchs nahm zahlreich teil und konnte dank dieser Initiative die Klassenkassen durch Spendengelder auffüllen. Im Lauf der Allerkleinsten zählte man fast 50 flinke Mädchen und Jungen, die schon begeistert eine ordentliche Strecke von 500 Metern bewältigten. Auch bei den jüngeren Schülern wurden die Altersklassen aufgrund der vielen Anmeldungen geteilt und einige von ihnen schafften neben den etablierten Dauerläufern den Sprung auf das begehrte Podest.  So feierten beispielsweise Jule Braune und Hannah Schrenk in der WKU9 einen Doppelsieg. Über Geschwistersiege durften sich die Mittelstreuerinnen Felicia (WKU10)  und Veronica Lochner (WKU12) ebenso freuen wie Lilly Rogos und Bruder Louis aus Mellrichstadt, die kurioserweise in zwei unterschiedlichen Läufen exakt die gleiche Zeit auf der 900 Meter langen Rundehinlegten. Die insgesamt schnellste Laufzeit brachte Christoph Groß in der AK U12 mit 3:13 Minuten ein. Bei den älteren Jahrgängen, die 1,6 Kilometer zu absolvieren hatten, gab es keine Überraschungen in den Siegerlisten, alle im Gesamtklassement Führenden heimsten weitere Erfolge ein.  Julian Trabert (TSV Hausen) und die Frankenheimerin Anne Trump setzten hier die Bestmarken.

Beim Jugendlauf über fünf Kilometer konnten sich der Ostheimer Christian Topitsch und Jan Eyring im Trikot des SV Frankenheim sofort vom Feld lösen, in 18:04 Minuten erreichte Ersterer schon wieder das Ziel, sein Mitstreiter eine gute Minute danach. Bei den gleichaltrigen Mädchen hatte Ramona Geis (SC Ostheim) die schnellsten Beine, ihr folgte die zwei Jahre ältere Rebecca Söder aus Frankenheim. Im gleichzeitig gestarteten Hobbylauf hatten Claudia Groß (TSV Mellrichstadt) und Dominik Endres (Frankenheim) die Nase vorn. Ein großes Feld an Walkern und Wanderern – insgesamt 40 –  erfreute sich an der schönen Natur und konnte die Gegend rund um das kleine Rhöndorf erkunden.

Im Hauptlauf der 103 Frauen und Männer dürfte das Motto „Back tot he roots“  gelautet haben, denn nach einigen Jahren der Veränderung führte der Weg wieder über die ursprüngliche Strecke von 9,8 Kilometer. Der unter den Insidern als „Autobahn“ bekannte Saueichelauf passte perfekt in das Schema des Rannungers Markus Veth, der als Erster wieder Richtung Ziel in Unterelsbach auftauchte. Der lange Berg am Ende hatte es noch einmal in sich, doch dank der Zuschauer und Stadionsprecher Thomas Henkel verliehen die Anfeuerungsrufe allen Läufern noch einmal Flügel. „Mit kam die relativ flache Strecke heute entgegen und ich freue mich sehr über den Gesamtsieg“ so der Streckenschnellste aus Rannungen. Er verwies Andreas Stubenrauch aus Wollbach und den Frankenheimer Marcus Enders auf die Plätze zwei und drei. Bei den Frauen gelang Anna-Lena Klee aus Ostheim der zweite Sieg innerhalb einer Woche. Tanja Dietrich (TSV Hollstadt) schnappte sich vor ihrer Mannschaftskameradin Sonja Reiher Rang den Silberplatz im Gesamtklassement. Auch bei den älteren Jahrgängen wurden hervorragende Zeiten gemessen, zahlreiche Männer blieben bei knapp zehn Kilometern Laufdistanz noch unter der 40 Minuten Marke. Neben den drei Erstplatzierten waren dies außerdem Alexander Klemm (TSV Heustreu), Ronald Schroll (RSV Wollbach), Klaus Arnold (SC Ostheim), Winfried Endres (SV Herschfeld), Arno Albert (TSV Hollstadt), Dietmar Schultheis (TSV Oberstreu), Jürgen Gessner (TSV Haard) und Leonard Maisch (TSV Unterelsbach).

Neben den bekannten waren auch einige neue Gesichter in Unterelsbach am Start, wie beispielsweise Petra Friedrich aus dem Westerwald, die auf dem Weg in den Urlaub in der Heimat Station machte. Mit ihren beiden Brüdern Frank und Klaus Mauer lief sie im Hauptlauf mit und zeigte sich von Strecke und Stimmung begeistert. „Hier sind so viele ambitionierte Läuferinnen unterwegs, es hat einfach riesig Spaß gemacht, auch wenn ich meinen Rhythmus erst nach fünf Kilometer gefunden habe“.  Bruder Klaus, der sporadisch am RGC teilnimmt, freute sich über eine neue persönliche Bestzeit. „Das Wetter war für Läufer einfach perfekt, sehr angenehme Temperaturen. Insgesamt sind wir Mauers alle einen Schnitt unter fünf Minuten pro Kilometer gelaufen. Mit den Geschwistern macht es einfach noch mehr Spaß, auch wenn jeder sein eigenes Tempo gehen muss“. Und der jüngere Frank fügt schmunzelnd hinzu „Wäre super, wenn wir das Lauf-Familientreffen bald wiederholen könnten, dann muss aber unser anderer Bruder auch noch mit ran“.

Nach der Siegerehrung gab es viel Lob für den ausrichtenden TSV Unterelsbach, der alle Starts innerhalb kürzester Zeit bewältigte. Bei den Siegern kamen vor allem die von Dieter Martin handgefertigten Medaillen besonders gut an.

Nach an drei Wochenenden hintereinander stattfindenden Laufveranstaltungen im RGC dürfen sich die Aktiven jetzt über eine kleine Pause freuen. Erst am 14. Juli trifft man sich wieder zum anstehenden Stadtlauf in Bad Neustadt. Näheres hierzu unter www.llz-rhoengrabfeld.de

Text: Michaela Greier

Fotos finden Sie in der Fotogalerie unter dem Menüpunkt “Fotoalben” in der linken Leiste

Jan Gensler am 3. Juli 2017

 

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