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Rhöner Fitnesstage statt Neuschter Stadtlauf & IRhönman

Der Sparkassen-Stadtlauf wird nicht stattfinden, doch die Sparkasse Bad Neustadt a. d. Saale wettet trotzdem:

Bei 1.000 Rückmeldungen bis zum 19.07.2020 spendet die Sparkasse Bad Neustadt a. d. Saale 5.000 Euro an wohltätige Institutionen in unserem Landkreis.

Spendet auch persönlich und helft damit dort, wo das Geld am meisten gebraucht wird.

Die Rhön Grabfelder Fitnesstage gehen in die Wertung des RGC (Rhön-Grabfeld Cup) ein.

Hierzu setzt bei eurer Meldung über den Link im nächsten Absatz das Häkchen bei „Teilnahme am RGC“.

Hier könnt Ihr Eure Teilnahme melden und mehr über die Aktion erfahren.

Jan Gensler am 4. Juli 2020

 

RGC Unterelsbach: Corona-Edition des Saueichelaufs ein voller Erfolg!

„Das ist der Hammer – nie im Leben hätte ich eine solche Resonanz erwartet“ so äußerte sich Ralf Maisch vom TSV Unterelsbach nach seinem „etwas anderen Lauf zur Saueiche“ am vergangenen Wochenende. Er durfte sich über 276 Aktive innerhalb von drei Tagen – die die Hobby- oder Hauptlaufstrecke in seinem Heimatort absolvierten – freuen. Im Normalfall – also vor Corona – ist diese Veranstaltung seit 25 Jahren fest im Kalender der Rhön-Grabfeld-Cup-Serie (RGC) integriert. Bislang konnte noch keiner dieser Laufwettbewerbe unter den gewohnten Bedingungen stattfinden, doch die große Lauffamilie der Region meldet an den jeweiligen angesetzten Terminen ihre absolvierten Teilnahmen und Kilometer an das Organisationsteam.

Ralf Maisch lud aber alle Sportler direkt nach Unterelsbach ein und seinem Aufruf waren nicht nur die eifrigen RGC Läufer gefolgt, sondern zu seiner großen Freude 101 Einheimische aller Altersklassen. „Viele möchten einfach keinen Wettkampfdruck, laufen lieber ohne Zeitmessung und nicht im Pulk“ so der Organisator. „Außerdem konnten die sonst benötigten zahlreichen Helfer diesmal aktiv teilnehmen, sie haben die Gelegenheit an diesem Wochenende ausgiebig und mehrfach genutzt“ lachte er.  Bereits bis zum Freitagabend hatten schon zahlreiche Läufer der RGC Serie den Weg in das kleine Rhöndorf gefunden, was aber nicht an dem in der Ausschreibung versprochene Give-Away lag – Für die ersten 200 Läufer gab es nämlich eine limitierte Corona Auflage eines Multifunktionstuches.

Klaus Greier vom TSV Hollstadt war bereits gegen 12 Uhr an der Startlinie und plante scherzhaft „den Gesamtsieg in diesem Jahr“. „Aufgrund meines schlechten Zeitmanagements am Vormittag musste ich meinem Lauffreund Mike Hasenpusch aus Brendlorenzen den inoffiziellen Sieg überlassen, denn er war noch früher da“ scherzte er

Wehmut schwang allerdings auch bei ihm mit, da er unweigerlich an Emil Quaisser gedacht habe, der 25 Jahre lang den Lauf organisiert und geprägt habe. „Er würde sich sicherlich darüber freuen zu sehen, dass sein Lauf weiterhin in guten Händen ist.“

Der Großteil der Sportler war bestens auf die heißen Temperaturen eingestellt und hatte ausreichend Wasser im Gepäck. Dies konnte der Veranstalter aus hygienischen Gründen nicht zur Verfügung stellen, aber alle fanden prima markierte Strecken vor. „Bei diesem herrlichen Sommerwetter haben wir die Runde mit toller Aussicht einfach nur genossen“ befand die mehrköpfige Läuferinnengruppe aus Wollbach übereinstimmend. „Im Wettkampf nimmt man das leider oft nicht wahr, ist einfach zu sehr auf die Zeit fokussiert“. Viele Teilnehmer machten einen kurzen Abstecher zur „Saueiche“, die nur wenige Schritte von der Laufstrecke entfernt liegt.

Neben allen RGC Vereinen konnte Hauptorganisator Ralf Maisch, der von Freitagmittag bis Sonntagabend fast durchgehend auf seinem „Zählposten“ zu finden war – zahlreiche unbekannte Gesichter begrüßen. „Eine Fußballertruppe aus Hohenroth übte ihre Lauftrainingseinheit bei uns aus, sogar Freizeitsportler aus Hammelburg und Poppenhausen fühlten sich über die sozialen Medien angelockt“. Daher plane man im nächsten Jahr neben dem Wettkampftag noch einen zusätzlichen Lauftag ohne Zeitmessung.

Für den passionierten Fußballfan des Clubs FC St. Pauli hatte das heimische Laufwochenende noch einen zusätzlichen Hintergrund. „Die Verantwortlichen des Hamburger Vereins richten jedes Jahr einen „Lauf gegen Rechts“. Da habe ich mit meiner Familie schon öfter teilgenommen“. Da auch diese Veranstaltung heuer nicht im gewohnten Umfang durchgeführt wird, konnten alle, die die Initiative unterstützen, im ganzen Monat Juni ihre Kilometer absolvieren und somit einen Geldbeitrag spenden.

Text: Michaela Greier

Jan Gensler am 30. Juni 2020

 

Grenzerfahrung: Einmal rund um Rhön-Grabfeld – soweit die Füße tragen

„Das war eine echt coole Idee und zur Umsetzung wurde das passende Team gefunden“ so lautete das begeisterte Fazit der Rhöner Läuferinnen und Läufer nach dem Grenzlandlauf am vergangenen Wochenende. Bei dieser Veranstaltung handelt es sich aber nicht um den gleichnamigen Mühlfelder Rhön-Grabfeld-Cup-Lauf, sondern um „das- etwas-andere-Lauferlebnis“.

21 Frauen und Männer der heimischen Läuferszene waren 22 Stunden unterwegs, um 234,73 Kilometer in 17 Etappen entlang der Landkreisgrenze zu erlaufen. „Wir haben von einem befreundeten Läufer aus der Allgäu-Region eine ähnliche Aktion aufgegriffen und für den hiesigen Landkreis errechnet“ berichtete Susanne Haßmüller vom SC Ostheim. Mit Ehemann Tino, dem gemeinsamen Freund Sascha Klee und dem Frankenheimer Marcus Enders wurden die einzelnen Abschnitte und Wechselpunkte, sowie der Zeitplan festgelegt.

Los ging es –  mit Stirnlampen ausgerüstet – um Mitternacht am Irmelshäuser Badesee, entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Rhys Bishop und Tino Haßmüller erreichten knapp eineinhalb Stunden problemlos Sondheim im Grabfeld. Dabei amüsierten sie sich über einen aufgeschreckten Igel „dass die so schnell laufen können, hätten wir nicht erwartet“. Auch die beiden folgenden Läufer Sebastian Martin und Johannes Simon kamen gut voran und übergaben in Filke den Staffelstab an Anna Lena Klee, Dietmar Schultheis und Nico Mühling. „Unser Abschnitt war eine einzige Herausforderung, denn eigentlich wäre unsere Strecke nur elf Kilometer lang gewesen“, berichtete Letzterer. „Wir haben uns zigmal verlaufen und irgendwann war der Weg nicht mehr passierbar, so mussten wir uns vom Orga-Team über GPS lotsen lassen.“  Bezeichnenderweise hatte eine der Läuferinnen am Morgen ebendiesen Tagesspruch auf ihrem Kalender: „Wer vom Weg abkommt, lernt die Gegend kennen“. Dank Handy- und Uhrentracking waren die Sportler aber immer bis auf wenige Meter genau erkennbar.

Abenteuerlich ging es auch für das nächste Laufduo weiter, neben der Begegnung mit einem Hirsch traf man in den frühen Morgenstunden auf einen verärgerten Jäger, der in seinem Hochsitz das Wild beobachtete. „Wir hatten aber dann das Glück, von der nächtlichen Stille in den Sonnenaufgang – begleitet von Vogelgezwitscher –  laufen zu dürfen“ berichtete Daniela Mültner begeistert.  

Der nachfolgende Streckenabschnitt führte von Melpers über die Hochrhön zum Schwarzen Moor. Christian Topitsch und Andreas Stubenrauch mussten stellenweise querfeldein, durch achselhohe Brennessel- und Brombeersträucher und holten sich dabei einige Blessuren. Vom Schwedenwall ging es Richtung Kreuzberg, der Marcus Enders, Holger Trump und Bastian Reukauf mystisch im Nebel erwartete. Für die beiden Erstgenannten war diese Route ein richtiges Heimaterlebnis, stammen sie doch aus dem naheliegenden Frankenheim. Nun war auch ein Großteil der Höhenmeter bewältigt und „es rollte bei strahlendem Sonnenschein entlang der Walddörfer nach Premich“.

Ab sechs Uhr wurden die Läufer vom Oberbacher Jochen Rüttiger auf dem Fahrrad begleitet, der mehrfach mit den Reifen feststeckte, aber auch mit den teils heftigen Anstiegen zu kämpfen hatte. „Wie kann man nur so viele Rampen an der Grenze einbauen- das ist ja das reinste Intervalltraining“ lautete sein trockener Kommentar.

Mit Nadine Richter und Susanne Haßmüller übernahm das einzige rein weibliche Duo den Staffelstab von Unterebersbach nach Burglauer. Hier stand auch wieder ein Transferfahrzeug mit ausreichend Verpflegung bereit, ehe sich ohne Verzögerung die nächsten Läufer in Richtung Maria Bildhausen verabschiedeten.  „Durch die geniale Fernsicht hatten wir bei herrlichem Laufwetter den Kreuzberg, Heidelstein und die Rhön im Blick“ schwärmten die Teilnehmer. Am frühen Nachmittag war man somit auch schon im Grabfeld angelangt, von Großbardorf aus führten die Etappen über Bundorf nach Ermershausen. Das Mahnmal in Gompertshausen rückte noch einmal die innerdeutsche geschichtsträchtige Grenze in den Fokus der vorbeiziehenden Läufer. Die verbleibende Schlussrunde in der Abenddämmerung des längsten Tages im Jahr wurde von einem Großteil des Teams gemeinsam bewältigt. Duschen, Beine hochlegen, gemeinsames Essen und Übernachtung am Irmelshäuser See rundeten das Unterfangen ab.

„Wir hatten heute den perfekten Tag, Spaß und Abenteuer, aber auch Entschleunigung und Bewunderung für unsere herrliche Heimat“ brachte es Susi Haßmüller auf den Punkt. „In einem besonderen Laufjahr ohne Wettkämpfe war dies ein besonderes, gemeinschaftliches Erlebnis unter Freunden“. Auch wenn es teilweise schwierige Streckenabschnitte gegeben habe, seien alle wohlbehalten an ihrem Wechselpunkt angelangt – am Ende perfekt im Zeitplan. „Zwischendurch musste sich unser Sascha aber immer wieder die Frage gefallen lassen: „Ist das wirklich der richtige Weg – nicht euer Ernst“, lachte die gebürtige Trappstädterin.

„Durch diesen Lauf waren wir an völlig unbekannten Stellen und konnten somit auch die unglaublich abwechslungsreichen Landschaften Rhön-Grabfelds bestaunen – und alles mit den eigenen Füßen.“, hieß es übereinstimmend aus dem Kreis ihrer Laufkollegen.

Manche der Teilnehmer absolvierten zwei oder drei Abschnitte, gelaufen wurde immer zu zweit. Die Etappen zählten zwischen zehn und knapp 19 Kilometer, insgesamt mussten an diesem Tag mehr als 4800 Höhenmeter bewältigt werden. Als Busfahrer, Organisator und Streckenlotse, bei dem alle Fäden und Daten zusammenliefen, fungierte Sascha Klee. Ihm zollten alle Teilnehmer für die perfekte Streckenvermessung am PC im Vorfeld ein besonderes Lob. 

Teilnehmer: Klaus Arnold, Rhys Bishop, Eva Deutsch, Marcus Enders, Andreas Grau, Susi und Tino Haßmüller, Anna Lena Klee, Sebastian Martin, Nico Mühling, Daniela Mültner, Bastian Reukauf, Daniel und Nadine Richter, Jochen Rüttiger Radbegleitung), Dietmar Schultheis, Johannes Simon, Andreas Stubenrauch, Holger Trump, Julian Trabert, Marvin Utsch und Antje Weber.

Text: Michaela Greier

Jan Gensler am 26. Juni 2020

 

Saueichenlauf – wir sehen uns mit Abstand!

Aufgrund der Corona-Krise und den daraus erfolgten Bestimmungen kann in diesem Jahr der Saueichelauf leider nicht in der gewohnten Form stattfinden. Trotzdem möchten wir alle Sport- und Laufbegeisterten auffordern, am Wochenende des regulären Termins, eine der beiden Hauptstrecken, also die Haupt- und Hobbylaufstrecke, laufend, walkend oder wandernd zu bewältigen. Diese beiden Strecken werden markiert sein. Bei beiden Strecken passiert man das Gelände der Zimmerei Maisch. Hier erwartet dann die ersten 200 Teilnehmer ein Erinnerungspräsent. Die Übergabe erfolgt natürlich kontaktlos! Wir möchten dies zu folgenden Zeit gewährleisten:

Freitag, 26. Juni 2020 (12:00 – 20:00 Uhr). Samstag, 27. Juni 2020 (8:00 – 20:00 Uhr). Sonntag, 28. Juni 2020 (8:00 – 18:00 Uhr)

Es gibt keinerlei Verpflegungs- oder Wasserstellen, keine Umkleiden, Toiletten oder Duschen. Es gibt keine Zeitmessung, Wertung oder einen Support irgendeiner Art! Jeder läuft, walkt oder wandert für sich alleine und auf eigene Gefahr. Bildet bitte keine Gruppen und haltet unbedingt die geltenden Abstands- und Hygieneregeln ein!

Selbstverständlich können, wie bei den Läufen zuvor auch, alle am Wochenende gelaufenen Kilometer, egal wo, per Email an rgcfamilie@gmx.de für die Teilnahme gemeldet werden.

Jan Gensler am 15. Juni 2020

 

Startnummern des RGC 2020


Die Hoffung stirbt zuletzt: Wir hoffen, dass wir in dieser Saison noch ein paar Laufveranstaltungen durchführen können. Damit wir dann bereit sind, findet Ihr hier ab sofort die Startnummern der aktuellen Saison 2020.

Wer noch keine feste Startnummer erhalten hat, weil er z.B. zum ersten Mal bei einem unserer Läufe starten möchte, dem wird bei der Anmeldung automatisch eine Startnummer zugewiesen.

Kommt gut durch wettkampffreie Zeit!

Jan Gensler am 10. Juni 2020

 

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