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Sonne beim Häusemer Crosslauf

„Ich bin sehr zufrieden mit unserer Veranstaltung, selbst das Wetter hat gut mitgespielt“ so lautete das Fazit von Sybille Martin, der Hauptverantwortlichen des 27. Häusemer Crosslaufes am Wochenende. Am Start waren mit neun Mountainbikern und 16 Gesundheitswanderern insgesamt knapp über 250 Teilnehmer, etwas weniger als im letzten Jahr. Dies merkte man am stärksten im Hobbylauf, bei dem die Fußballer des TSV spielbedingt fehlten. „Dankbar bin ich meinen Helfern, dem Zeitmessteam, den Sponsoren und den Aktiven unserer großen „Lauffamilie“ hatte, in der man sich sehr wohl fühlen kann, egal ob als Mitläufer oder Organisator“. Der Eindruck täuschte sie nicht, denn hinterher gab es viel Lob für die schnelle Abwicklung der Siegerehrung. Nachdem am Freitag noch starker Wind und Regen vorherrschte, blieb es während der Veranstaltung trocken und die Sonne zeigte sich häufig, beste Bedingungen also für die Teilnehmer.

Georg Martin bewies als Stadionsprecher viel Fachwissen und unterrichtete Zuschauer und Läufer bestens über die aktuellen Zwischenstände in der Gesamtwertung der einzelnen Altersklassen. Gerade in den Schülerklassen wurde noch einmal ordentlich um die Punkte und Platzierungen gefightet und es gab packende Duelle auf der Zielgeraden.Besonders spannend war das Rennen in der MKU10 hier setzte sich im Sprint Noel Mainz (RSV Wollbach) vordem SaalerRico Schulz durch.

Im Hauptlauf über neun Kilometern setzte sich bei den Frauen Maja Betz durch, die hinterher feststellte: „Auf den letzten Kilometern war es schwer das Tempo zu halten, da ich meine Beine noch von einer Rennradtour mit vielen Höhenmetern spürte“. Auf der ersten anspruchsvollen Runde war sie mit Teamkollegin Anna-Lena Klee noch gemeinsam unterwegs, nahm aber dann taktisch klug etwas Geschwindigkeit heraus, „um die nötigen Körner zu sparen.“ Am Ende war die 20-Jährige mit dem Gesamtergebnis und Verlauf des Rennens – quasi auf dem Hausberg –  sehr zufrieden und durfte sich über ein Wellnesswochenende im Rhön-Park-Hotel als Siegerprämie freuen. Ob sie diesen allerdings selbst einlöst oder sich jemand aus dem privaten Umfeld der gebürtigen Nordheimerin in den Genuss kommt, ließ sie noch offen. Hinter Klee wurde Ellen Enders vom SV Frankenheim drittschnellste Frau.

Bei den Männern gab es kein Vorbeikommen an deren Ehemann Marcus Enders. Er stellte seine Schnelligkeit am Berg unter Beweis und kam als Erster in 32:22 Minuten wieder am Hausener Sportgelände an. Folgen konnte ihm nur Tino Haßmüller (SC Ostheim), der wie in der letzten Woche in Hollstadt auf Rang zwei – und der Wollbacher Ronald Schrollals Drittschnellster einlief. Lokalmatador Klaus Mauer gab eine leichte Nervosität vor seinem ersten Hauptlauf auf der heimischen Strecke zu. „Die Konkurrenz in meiner Altersklasse M45 ist extrem, lauter schnelle Männer, sodass ich kaum das Podest erreichen kann“, sagte er hinterher. „Mit dem zehnten Gesamtplatz und der Zeit bin ich aber absolut happy“. Der Wollbacher Dieter Manger konnte sich nicht nur über seinen zweiten Rang in der AK M50 freuen, auch das Losglück war ihm hold. Er gewann ebenfalls einen Wochenend-Gutschein. Pech dagegen hatte der Hausener Mazloum Ibrahim, der sich trotz Streckenkenntnis bei einer Abzweigung verlief und somit eine noch bessere Platzierung verpasste. „Scheinbar war er so schnell unterwegs, dass er den Hinweis nicht gesehen hat“ mutmaßte Sybille Martin.

Das besondere Highlight des diesjährigen Laufes aus Sicht der Einheimischen waren zweifelsohne die am Vorabend eingetroffenen neuen Laufshirts des TSV Hausen. Die jüngste Nachwuchsgruppe -die jede Woche fleißig für das Sportabzeichen trainiert – war beim Crosslauf äußerst zahlreich vertreten und präsentierte sich stolz – aber auch aufgeregt – dem heimischen Publikum. Hinterher durfte sich der ausrichtende Verein über zahlreiche Podestplätze freuen.

Zwei Wochen Pause hat man nun zum Regenerieren, bevor die letzten beiden Wettbewerbe der Saison anstehen. Am 6. Oktober geht es mit dem Lauf in Saal weiter, den Abschluss übernimmt dann am 13. Oktober Bad Königshofen, das zum ersten Mal ein RGC Rennen ausrichtet.

Text: Michaela Greier

Fotos: klicke links auf „Fotoalbum“ um diverse Fotos der Veranstaltung anzusehen

Jan Gensler am 28. September 2018

 

Sonne pur beim Hollstädter Herbstlauf

„Traumhafte Bedingungen, strahlender Sonnenschein und große Teilnehmerfelder “ lautete das zufriedene Fazit der Verantwortlichen des Auto-Köhler Herbstlaufes in Hollstadt, der 13. Laufveranstaltung im Rahmen des Rhön-Grabfeld-Cups (RGC). Exakt eine Woche nach dem Halbmarathon in Rannungen traf sich die große Läuferfamilie in diesem Jahr zu einer eher ungewohnten Uhrzeit. Sonst immer am Sonntag Vormittag, verlegte man aufgrund von Terminüberschneidungen den Start auf 14 Uhr, was aber der Teilnehmerzahl von fast 300 keinen Abbruch tat. Zudem änderte man kurzerhand die Hauptlaufstrecke für alle Frauen und die Männer ab 55 Jahren ab und – wie TSV Cheforganisator Dietmar Werner verschmitzt bekannt gab – „schenken wir euch völlig kostenlos einen zusätzlichen Kilometer“.  Uneingeschränkt erntete er dafür allerdings keine Begeisterung, da gerade die weiblichen Starterinnen in Hollstadt stets den Vorteil der kürzeren Strecke genossen, um damit „früher im Ziel zu sein, als der Großteil der männlichen Konkurrenz“. Für diese blieb die Streckendistanz von 12,8 Kilometer bestehen.

Lange Zeit war das Spitzenduo Markus Veth (TSV Rannungen) und Tino Haßmüller (SC Ostheim) im flotten Gleichschritt unterwegs, doch „bergab musste ich den Markus ziehen lassen“, so der spätere Zweite. „Ich bin aber sehr glücklich mit diesem Ergebnis, da das Rennen schon sehr anspruchsvoll ist“. Als Dritter erreichte der Wollbacher Ronald Schroll (M45) das Ziel. Bei den Frauen konnte sich diesmal Ellen Stockheimer (SV Frankenheim) vor der Lokalmatadorin Tanja Dietrich durchsetzen, Platz drei ging an Seriensiegerin Anna Lena Klee vom SC Ostheim. Deren Teamkameradin Susanne Haßmüller hatte mit großen Kreislaufproblemen zu kämpfen und musste das Rennen gut platziert bei Kilometer acht abbrechen. Für RGC Neuling Sophia Pschirrer gab es nach dem Sieg in der Altersklasse WJU18 gleich einen Sack Kartoffeln als Prämie, was sie mit einem strahlenden Lächeln quittierte.

Das Augenmerk wurde aber nicht nur auf die zahlreich vertretenen Hauptläuferinnen und Hauptläufer gelenkt, schon in den Schülerklassen zeigte der Nachwuchs beim Massenstart sehr gute Leistungen. Unter ihnen die beiden Rheinfeldshofer Schwestern Sofie und Emma Reiher, die seit diesem Jahr im Trikot des SV Herschfeld – vormals TSV Hollstadt – an den Start gehen und regelmäßig die Podestplätze erklimmen. Sofie, die Ältere gewann in diesem Jahr alle Rennen ihrer Altersklasse WU12, liegt daher auch in der Gesamtwertung auf Platz eins. Klar, dass sie auch bei ihrer „Lieblingsstrecke“ in Hollstadt ihrer Favoritenrolle gerecht wurde. Die neunjährige Emma – die laut eigenen Aussagen „immer sehr aufgeregt vor den Rennen ist“, belegte nahezu ausnahmslos Rang zwei in der Wertung.  Aktiviert wurden die schnellen Mädchen, die schon als Bambini regelmäßig am Start waren, von Mutter Sonja, die ebenfalls schon viele Saisons erfolgreich absolviert hat. Doch nicht nur das Laufen zählt zu den Hobbies der Geschwister, sie sind auch bei der Strahlunger Gardetanzgruppe aktiv. Welche der beiden Leidenschaften die größere ist, wollten sie allerdings nicht verraten.

Ansonsten waren die Spitzenplatzierungen meist fest in der Hand der in der Gesamtwertung Führenden. Die schnellsten Laufzeiten erreichten bei den jüngeren Jahrgängen Felicia Lochner (TSV Mittelstreu) mit 6:24 Minuten und der Saaler Rico Schulz (5:57 Min), bei den Älteren waren dies Penelope Schrenk (SV Frankenheim) in 5:42 und dem VfL er Lennart Rössler in herausragenden 5:05 Minuten.

Der Hobbylauf wurde zum Start-Ziel-Sieg von Jan Eyring (SV Frankenheim), der für 5,6 Kilometer 20:35 Minuten benötigte, bei den Frauen ging der erste Rang an die Mellrichstädterin Claudia Groß.

Nur eine knappe Woche Verschnaufpause steht den Läufern zur Verfügung, schon am kommenden Samstag findet der nächste RGC Wettbewerb statt. Der TSV Hausen ruft zum „Häusemer Crosslauf“.

 

Text: Michaela Greier

Viele Fotos findet ihr im Menü links unter „Fotoalben“!

Jan Gensler am 19. September 2018

 

ein heißer Lauf in Wollbach

Über eine stattliche Anzahl von 370 Teilnehmern beim VR Bank Lauf in Wollbach – der zur beliebten Serie des Rhön-Grabfeld-Cups (RGC) zählt – konnten sich die RSV Verantwortlichen rund um Hauptinitiator Andreas Stubenrauch freuen. Trotz der extrem hohen Temperaturen konnte man sich über große Starterfelder vor allem im Hobby- und Hauptlauf freuen. Man war aber seitens des Vereins bestens vorbereitet, sorgte kurzerhand noch für eine vierte Getränkestation auf der Strecke, die die Läufer äußerst dankbar annahmen. „Alle Teilnehmer sind wohlbehalten im Ziel angekommen, das ist doch das Wichtigste bei einer Sportveranstaltung im Sommer“ so Stubenrauch bei seinem Heimevent.

Den Anfang machten – wie in jedem Jahr – die Mountainbiker, hier hatte sich ein 24-köpfiges, illustres Teilnehmerfeld angemeldet. Von Beginn an übernahm der spätere Sieger Franz-Josef Streit aus Ostheim die Initiative und legte ein ordentliches Tempo vor, das die Konkurrenz nicht ganz mitfahren konnte. Rang zwei ging an Sören Seidel (Team Deutsche Kinderkrebsstiftung), als Dritter vervollständigte Horst Elting (Bike Team Euerdorf) das Podest. Lokalmatador und Vorjahressieger Jochen Manger verpasste dieses als Vierter nur knapp. Nicht nur die Schnellsten, sondern alle Biker lobten die Streckenführung und freuten sich über die lautstarke Anfeuerung der Zuschauer am steilsten Stück innerhalb der Ortschaft. „bei der Hitze fiel das Treten in die Pedale dann ein bisschen leichter“ hieß es. Pech hatte hingegen Andreas Kirchner vom RSV, dessen Fahrrad eine Panne hatte und der daher nach zwei Runden zunächst einmal Reparaturmaßnahmen ergreifen musste.

Ein Wechselbad der Gefühle erlebte auch die Nordheimerin Svenja Betz, schon auf der ersten Runde musste sie zum Reifenflicken anhalten, auf der zweiten Schleife kam das Aus. Die darüber entstandene Wut setzte sie dann beim Hauptlauf über zehn Kilometer in positive Energie und stürmte als erste Frau über die Ziellinie. „Die Strecke lag mir und die Hitze machte mir nichts aus. Ich habe mich einfach gefreut, endlich mal die Berge mit meinem Tempo hinauflaufen zu können, nach den vielen Flachetappen in letzter Zeit“, sagte sie hinterher freudestrahlend. Susanne Haßmüller im Trikot des SC Ostheim kam als Zweite ins Ziel, ihr folgte Sonja Reiher (SV Herschfeld). Bei den Männern ging der Sieg an den Rannunger Markus Veth, Rang zwei wurde mit Rhys Bishop und Tino Haßmüller gleich doppelt besetzt. Insgesamt zählte man im recht anspruchsvollen und zwei ordentlichen Steigungen gespickten Hauptlauf über zehn Kilometer 109 Teilnehmer.

Noch mehr Aktive machten sich auf die Hobbylaufstrecke, hier waren außerdem die Jugendlichen und die Walker und Wanderer mit unterwegs. Jugendtrainer Andreas Marschall „verpflichtete“ seinen Großbardorfer U-14 Nachwuchs kurzerhand zum Mitlaufen, „Das Ausscheiden beim Pokalturnier sorgte für diese Trainingseinheit“ schmunzelte er.

Der sehr stark vertretene Läufernachwuchs des RSV bewies schnelle Beine, nahezu in allen Altersklassen schafften es die Mädels und Jungs in den grünen Trikots auf das heiß begehrte Podest.In der Altersklasse MKU9 gab es – sehr zur Freude der Einheimischen – sogar einen Doppelsieg mit Maik Schroll und Max Linser. Streckenschnellste auf der ein Kilometerrunde waren einmal mehr die bisher erfolgreichen Altersklassenführenden, Felicia Lochner (TSV Mittelstreu) und Anton Goldbach (ohne Verein). Die älteren Schülerjahrgänge hatten 1,5 Kilometer zu bewältigen, auch hier gab es keine Überraschung, die besten Zeiten lieferten die Irmelshäuserin Antonie Butzert und Nils Dernbach vom SV Frankenheim. Noch ohne Zeitmessung, dafür mit viel Spaß und Freude flitzten sage und schreibe 96 Bambini-Beinchen um den Wollbacher Sportplatz, die meisten vom ausrichtenden Verein. Manche lieferten sich auf der Zielgeraden noch ein packendes Finish.

Für den RSV Wollbach gab es hinterher von allen Seiten Lob für die gute Organisation und den reibungslosen Ablauf. Darüber hinaus fungierte Frank Greier mit Sachverstand und einer gehörigen Portion Humor als gut gelaunter Stadionsprecher und sorgte somit für beste Unterhaltung. Bereits am kommenden Freitag folgt der nächste Wettbewerb des RGC, allerdings geht es beim Neustädter Sparkassenstadtlauf nur im Hauptlauf über zehn Kilometer um Punkte und Platzierungen. Für alle anderen Aktiven zählt aber die Teilnahme für die Gesamtwertung.

 

Text: Michela Greier

Fotos: siehe  „Fotoalbum“ im Menü links

Jan Gensler am 16. Juli 2018

 

so war der Saueichenlauf…

„Ich bin aufgrund der sehr hohen Teilnehmerzahl von 324 Aktiven positiv überrascht“ so ein glücklicher Hauptorganisator Emil Quaißernach dem „Saueichelauf“ in seinem Heimatort Unterelsbach. „Durch einige Veranstaltungen in der Gemeinde selbst und wegender zu Ende gehenden Pfingstferien hatten wir mit deutlich weniger Startern gerechnet. Aber auch wenn ein paar Schulkinder trotz guter Werbung fehlten, ist das ein prima Ergebnis“.Langehatte man etwas besorgt Richtung stark bewölktem Himmel geblickt, doch es blieb trocken und lange angenehm. Erst zum Hobby- und Hauptlauf brach die Sonne durch und ließ die Läufer ordentlich schwitzen.

Zu Beginn der Wettbewerbe machten die jüngsten Schülerinnen gleich richtig Tempo und stürmten den Berg hinauf. Die schnellste Zeit auf der 900 Meter Runde lief Lea Friedel vom SC Ostheim (AK U11) mit 3:25 Minuten, bei den gleichaltrigen Jungen setzte sich Lucian Borst im Trikot des SV Frankenheim gegenüber der gesamten Konkurrenz durch. Sehr zur Freude der Einheimischen erreichten auch zahlreiche Schüler der Grundschule Oberelsbach die heiß begehrten Podestplätze und die Sieger durften sich über die schönen – von Dieter Martin hergestellten Medaillen – freuen.

Die älteren Jahrgänge hatten knapp 1600 Meter zu bewältigen, hier waren die Zeiten bei den Schnellsten ebenfalls bemerkenswert. Seriensiegerin Antonie Butzert (AK W14, TSV Irmelshausen) glänzte in 6:13 Minuten vor der zweiten Karolin Groß (TSV Mellrichstadt) die der AK W15 angehört. Für den Hausener Julian Trabert standen herausragende 5:02 Minuten zu Buche, auch die Bestmarken von Lennart Rössler (VfL Bad Neustadt) Sieger der AK 13 und Nils Dernbach (SV Frankenheim, Erster in der AK 14 zeugen von sehr schnellem Nachwuchs. Circa 5000 Meter hatten die acht Jugendlichen vor sich, hier zeigte einmal mehr der Meininger Tim Scholtyssek der gesamten Konkurrenz die Sporen und kam in 20:10 Minuten den Zielberg hinaufgesprintet, Ramona Geis (SC Ostheim) war schnellste weibliche Teilnehmerin. Mit ihnen waren beachtlich viele Hobbyläufer – nämlich 41 an der Zahl -unterwegs, Elisabeth Hauck vom TSV Hausen erreichte als schnellste Frau das Ziel in flotten 21:18 Minuten. Bei den Männern war dies Andreas Groß aus Mellrichstadt in 20:50 Minuten. Im Feld lief das Familientrio Svea, Fabio und Vater Andreas Umla aus Unterelsbach zum ersten Mal gemeinsam, „zweimal haben wir vorher auf der Strecke trainiert“, verrieten sie. Neulinge im Rhön-Grabfeld-Cup sind auch die beiden Schwestern Ann-Katrin und Lisa Heuring aus Hausen, die mit ihren Freunden die Cross-Strecke bewältigten und „gegenüber Stadtläufen deutliche Unterschiede“ feststellen mussten. Enorm stark war auch das Teilnehmerfeld der Walker und Wanderer, hier machten sich 48 Aktive aus allen Altersklassen auf den Weg rund um das kleine Rhöndorf. Eine schon recht anspruchsvolle Runde hatten die Bambinis vor sich, über Stock und Stein ging es Richtung Ziel, über die letzten Meter half das lautstarke Anfeuern aus dem Spalier der Eltern.

Der Hauptlauf über 9,8 Kilometer – Höhepunkt der Veranstaltung mit 125 Läufern – gilt seit jeher als der schnellste Wettbewerb der RGC-Serie. Der Bastheimer Sven Perleth (M30) im Trikot des SC Ostheim bewies seine derzeit klasse Form „ich trainieregerade für einen Ultra Trail auf der Zugspitze und plante das Wochenende eh in der Rhön zu verbringen – Unterelsbach war ein guter Test“, so sein zufriedenes Fazit. Am Endehatte mit der Zeit von 33:35 Minuten schon eine Minute Vorsprung auf Vorjahressieger Markus Veth (M20) aus Rannungen. Ronald Schroll (RSV Wollbach, AK M45)) freute sich über den dritten Platz im Gesamtklassement. Beifall brandete auf, als der Unterelsbacher Lokalmatador als Viertschnellster den Zielberg hinaufstürmte.  Bei den Frauen ging kein Weg an Susanne Hassmüller (SC Ostheimer) vorbei, für sie blieb die Uhr bei 40:39 Minuten stehen. Rang zwei ging an Sonja Reiher vom SV Herschfeld, die sich vor die Ostheimerin Anna-Lena Klee schieben konnte, alle drei gehören der Altersklasse W35 an.

Einen etwas anderen Junggesellenabschied feierte ein Teil der Herschfelder Laufgruppe, der künftige Bräutigam Daniel Wilm wurde von seinen Freunden im Blümchen geschmückten Laufshirt auf der Strecke begleitet, was von allen Zuschauern und Aktiven begeistert aufgenommen wurde. Was der sportlichen Aktivität am Abend folgen sollte, wollte man allerdings nicht verraten.

Lob gab es für den Veranstalter hinterher für den guten und schnellen Ablauf, sowie für die ausreichenden Getränkestationen. Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt den RGC-Teilnehmern nicht, bereits am kommenden Sonntag findet der nächste Wettbewerb statt. Ausrichter ist der TSV Bischofsheim beim „Osterburglauf“. Weitere Infos folgen oder sind unter www.llz-rhoengrabfeld.de veröffentlicht.

 

Text: Michaela Greier

Fotos: Michaela Greier (viele Fotos in der Bildergalerie)

Jan Gensler am 5. Juni 2018

 

Bericht vom RGC-Lauf in Oberstreu

Bestes Laufwetter herrschte beim Oberstreuer Kolmberglauf am vergangenen Samstag vor, der dortige TSV richtete seinen Wettbewerb zum vierten Mal der diesjährigen Rhön-Grabfeld-Cup Serie (RGC) aus. Strahlender Sonnenschein und warme Temperaturen,sowie fünf bestens präparierten Strecken erwartetedie rund 270 Sportler, eine Zahl mit der Udo Großmann, einer der Oberstreuer Hauptverantwortlichen nicht unzufrieden war. „Leider kostet uns der Main-City-Lauf in Schweinfurt am Tag darauf einige Teilnehmer“ erklärte er. Ein Doppelstart käme für viele dann zumindest im Hauptlauf nicht in Frage. Am meisten bedauern die Organisatoren aber, dass vom eigenen Ort sowohl im Erwachsenenbereich, wie auch beim Nachwuchs so wenig Resonanz vorhanden ist. „Da hinken wir vielen anderen RGC Vereinen deutlich hinterher“ so Großmann. „Es gibt einige Läufer im Ort, aber die wollen sich keinen Wettkampf anschließen“.

Gute Stimmung war dennoch bei nahezu allen Aktiven geboten, schon bei den jüngsten Schülerjahrgängen wurde ordentlich aufs Tempo gedrückt. Sie machten sich als erste auf die 800 Meter Runde um das Sportgelände. Rico Schulz vom TSV Saal machte hier das Rennen, gefolgt von JaydenPiehler (TSV Brendlorenzer), der sogar noch der Bambiniklasse angehört. Für Freude im Lager der Einheimischen sorgte der Altersklassensieg von Luis Großmann in der AK12. Streckenschnellste bei den Mädchenwar Felicia Lochner vom benachbarten TSV Mittelstreu. Mehr als die doppelte Strecke hatten die älteren Schülerinnen und Schüler vor sich, eindrucksvoll stellte Julian Trabert aus Hausen (AK U16) seine Klasse unter Beweis. Er erreichte das Ziel in weitem Abstand vor der Konkurrenz. Nils Dernbach im Trikot des SV Frankenheim folgte, er gehört der jüngeren Altersklasse an. Bei den gleichaltrigen Mädchen setzte Penelope Schrenk (SV Frankenheim) die Bestmarke vor der Irmelshäuserin Antonie Butzert. Noch vollkommen ohne Druck waren die Bambinis auf der Sportplatzrunde unterwegs, ein kleines Mädchen gab hinterher lachend zu Protokoll: „Omi, jetzt tun mir aber meine Beine weh“. Dies dürfte schnell behoben worden sein, denn hinterher konnten sich die jungen Sportler über Eis, Pizza- und Wellnessbadgutscheine, sowie beim Griff in die Schatztruhe freuen.

Nur schwach besetzt war das Feld der Jugendlichen, die sich gemeinsam mit den Hobbyläufernauf die 4,8 Kilometerlangen Rundebegaben. Der Hausener Sebastian Martinsetzte im Jugendbereich die Bestmarke, Dominik Endres gewann aber den Lauf insgesamt mit einer Zeit von 20:04 Minuten. Sonja Reiher (TSV Hollstadt) tat es ihrer ältesten Tochtergleich und gewann diesen Wettbewerb. Trotz Schwangerschaftsbäuchlein flott unterwegs war Katrin Krenzer aus Herschfeld, sie wurde flankiert von ihren Mannschaftskolleginnen und genoss ihren Lauf.  Zwischen zwei Streckenlängen konnten die Walker und Wanderer wählen, ein sehr großes Feld machte sich hier gemeinsam auf den Weg rund um Oberstreus Fluren.Für Gänsehaut bei den Aktiven sorgte der Zieleinlauf von Thomas Henkel, der sich nach einem Schlaganfall im vergangenen Jahr wieder erholt hat und mitlaufen konnte. Für ihn und seine Lebensgefährtin Ute gab es eine „la Ola Welle“ von nahezu allen Sportlern.

Im Hauptlauf über 9,6 Kilometer – der fast 100 Teilnehmer zählte –  standen in diesem Jahr zwei „neue“ Namen auf der Siegerliste. Markus Veth aus Rannungen nutzte die Gunst der Stunde und stellte seine derzeit gute Form mit dem Gesamtsieg unter Beweis. „Eigentlich wollte ich gar nicht so aufs Tempo drücken, aber es lief fast wie von selbst“ erklärte er mit sich zufrieden hinterher. „Ich habe mich richtig wohl gefühlt und konnte es laufen lassen“. Platz zwei ging an den Frankenheimer Marcus Enders, als Dritter überquerte Wolfgang Müller (SC Ostheim) den Zielstrich. Bemerkenswert ist die Zeit von Bad Kissinger Martin Amtmann, der der Altersklasse M65 angehört und für die Strecke nur 40:44 Minuten brauchte. „Da kann man als deutlich Jüngerer nur den Hut ziehen vor dieser Leistung“ hieß es hinterher anerkennend von allen Seiten.

Bei den Frauen setzte sich die OstheimerinAnna-Lena Klee recht schnell von der gesamten Konkurrenz ab, die Uhr blieb für sie bei 40:39 Minuten stehen, damit blieb sie auch vor einem Großteil des Männerfeldes. Kurios, dass sie ihre Mittagspause mit der für sie besten Beschäftigung nutzte, nämlich den Lauf in Oberstreu zu absolvieren. Für die Siegerehrung reichte die Zeit dann allerdings nicht mehr, sie musste zurück zur Arbeit. Zweite Frau war Tanja Dietrich (TSV Hollstadt), mit kleinem Abstand folgte Manuela Schroll aus Wollbach auf Rang drei.

Der RGC legt nun eine kleine Pause ein, am 2. Juni geht es in Unterelsbach weiter.

Ohne Zeitmessung wird dagegen am kommenden Samstag der Frauenlauf zugunsten der MS Gesellschaft beim RSV Wollbach gestartet. Nähere Infos unter www.llz-rhoengrabfeld.de

Text: Michaela Greier

Fotos: im Fotoalbum (links im Menü)

Jan Gensler am 8. Mai 2018

 

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